Meinung

Trümmerhaufen am Markt: Olfen muss jetzt zügig handeln

„Kontrolliert“ hat die Stadt Olfen den Dachstuhl des früheren Kinos einstürzen lassen. Zwar ist der Trümmerhaufen nicht sichtbar, dennoch ist zügiges Handeln angesagt, findet unser Autor.
Gut besucht ist bei schönen Sommerwetter die Olfener Innenstadt. Das ist aber nicht über Jahre hinaus akzeptiert. Die City muss attraktiv bleiben. © Günther Goldstein

Innenstädte sind nach Einschätzung von Fachleuten wie scheue Rehe. Wenn Menschen sie erst einmal verlassen haben, sind sie nur schwer für eine Rückkehr zu begeistern. „Halt“, wird manch Olfener Verantwortlicher jetzt einwenden. „Der Marktplatz ist doch gut frequentiert.“ Stimmt. Wenn es Sommer und möglichst angenehmes Wetter ist, genießen Jung und Alt gerne eine Auszeit mitten in der Stadt. Doch dunkle Wolken sind längst aufgezogen. Wenn auch nur bei genauerem Hinsehen sichtbar.

Der eher „überschaubare“ Wochenmarkt ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Attraktivität der City – vorsichtig ausgedrückt – steigerungsfähig ist. Diese Position unterstreicht auch die schwierige Situation des früheren Kinos, das längst abgerissen und durch einen attraktiven Neubau ersetzt sein sollte. Corona hat die Aufgabe nicht leichter gemacht, doch in anderen Orten ist auch in der Pandemie gebaut und investiert worden. Warum nicht in der Steverstadt?

Positiv denkend nach vorne zu schauen ist zwar grundsätzlich ein guter Ansatz. Aber die Verantwortlichen in Olfen – also Stadtverwaltung und die Kommunalpolitiker – sollten die Signale nicht leichtfertig in den Wind schlagen. Der Konkurrenzkampf unter den Städten und Gemeinden ist groß. Lange leer stehende Immobilien im Herzen der Stadt sind eine schlechte Werbung. Bewusst akzeptierte Trümmerhaufen noch viel weniger.

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