Landgericht Dortmund

Überfall auf Rentner: Nach Revision hat der zweite Prozess begonnen

Mehr als zwei Jahre nach einem brutalen Überfall auf einen Renner an der Langen Straße steht einer der mutmaßlichen Täter erneut vor Gericht. Ein erstes Urteil hatte der BGH kassiert.
Hinter dieser Tür wird gegen den mutmaßlichen Räuber verhandelt. © Martin von Braunschweig

Im August 2019 hatte die 32. Strafkammer des Dortmunder Landgerichts den Angeklagten zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft, die zuvor eine Strafe von acht Jahren beantragt hatte, wollte diese Entscheidung nicht akzeptieren und legte Revision beim Bundesgerichtshof ein.

In Karlsruhe entschied der 4. Strafsenat schließlich, dass sich eine andere Strafkammer noch einmal mit dem Fall befassen soll. Noch immer ungeklärt sei die Frage, ob sich der Angeklagte den Gewaltexzess seines bis heute flüchtigen Mittäters zurechnen lassen müsse.

3000 Euro Beute

Bei dem Überfall waren zwei Männer in das Haus des alleinstehenden Rentners eingedrungen und hatten den 73-Jährigen überwältigt und mit einer Kordel gefesselt. Daraufhin hatten sie das Haus nach Wertgegenständen durchsucht und schließlich mit fast 3000 Euro in bar die Flucht angetreten.

Das Opfer war gefesselt in der Wohnung zurückgeblieben und hatte sich erst später befreien können. Wenige Wochen nach dem Überfall starb der Selmer. „Er hatte seinen ganzen Lebenswillen verloren“, hatte sein Sohn dazu im ersten Prozess erklärt.

Der jetzige zweite Prozess soll nun erst im Februar Fahrt aufnehmen. Zum ersten Verhandlungstag waren beide Schöffinnen nicht erschienen, weshalb sofort wieder unterbrochen wurde.

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