Wegen eines riskanten Überholmanövers saß jetzt ein Selmer vor Gericht. © picture alliance/dpa
Prozess

Überholmanöver aus dem Nichts: Selmer auf Anklagebank

Für einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr soll ein 25-jähriger Selmer gesorgt haben. Wegen eines Überholmanövers aus dem Nichts saß er jetzt auf der Anklagebank.

Ein Überholmanöver aus dem Nichts sorgte vor einem Jahr in Selm offenbar für einen Unfall. Nun sollte sich der Verursacher vor dem Amtsgericht in Lünen verantworten. Er erschien nicht zum Termin. Teuer wurde es trotzdem.

Auf der Olfener Straße wollte eine Autofahrerin am späten Nachmittag des 31. Juli auf den Strandweg abbiegen. Mehrere Wagen hinter ihr hielten an. Dem 25-jährigen Münsteraner fehlte aber augenscheinlich die Geduld. Laut Anklage zog er mit einem Transporter links an dem wartenden Auto vorbei und kollidierte mit dem abbiegenden Fahrzeug. An dem fremden Auto, so der Vorwurf, entstand bei dem Zusammenstoß ein Schaden von 3500 Euro. Glücklicherweise jedoch wurde niemand verletzt.

1800 Euro Geldstrafe

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr sollte den Mann mit zwei Vorstrafen auf anderem Gebiet nun im Lüner Amtsgericht auf die Anklagebank bringen. Doch bei Aufruf der Sache betraten lediglich drei Zeugen den Saal. Der 25-Jährige selbst fehlte. Unter den Umständen blieb dem Richter nichts anderes übrig, als die Zeugen ungehört zu entlassen. Vor einer Strafe konnte seine Abwesenheit den Angeklagten allerdings nicht bewahren. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein Strafbefehl: 1800 Euro Geldstrafe und ein Jahr Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis.

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