Uni soll Müllabfuhr-Konzept für Selm entwickeln

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Müllfahrzeuge dürfen aus Versicherungsgründen nicht rückwärts fahren. Das ist auch für die Müllabfuhr in Selm ein Problem, da sie aus bestimmten Straßen nur so rauskommen können. Studierende von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen sollen nun ein Konzept entwickeln, wie die Abfuhr weitergehen soll.

SELM

, 14.03.2016, 06:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uni soll Müllabfuhr-Konzept für Selm entwickeln

Der Müll wird voraussichtlich teurer.

Die Selmer Stadtwerke beschäftigt weiterhin das Rückwärtsfahr-Verbot für Fahrzeuge der Müllabfuhr. Die Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen soll helfen, ein Konzept zu ermitteln, wie das Verbot eingehalten werden kann. Doch dazu brauchen die Stadtwerke zunächst einen Kostenvoranschlag.

Wie lange haben die Studierenden Zeit?

Die Unfallkasse NRW hatte zuletzt auf das Verbot hingewiesen, das in Selm und auch in anderen Städten, nicht strikt eingehalten wird. Die Stadtwerke haben nun über ihre Fahrer eine Liste erstellt, an welchen Straßen sie nur dann die Mülltonnen abholen können, wenn die Müllfahrzeuge auch rückwärts fahren dürfen. Diese Liste habe nun die Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen bekommen, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Stephan Schwager.

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Das Team um Professor Alfons Rinschede vom Institut für Demand Logistics soll zunächst die Kosten ermitteln, die die Aufstellung eines Konzepts für die Stadt verursachen würde.

Die Kosten würden aber „überschaubar sein“, sagte Schwager. Das habe man in einem Vorgespräch schon abgesprochen. Danach werde die Hochschule ein Konzept für die Stadt erarbeiten, wofür sie drei Monate Zeit hat.

Welche Ideen kommen in Frage?

„Wir wollen bei dem Thema zügig voran kommen“, sagte Schwager. Denn im Juni gibt es ein Treffen der Unfallversicherer mit den Versorgern der Städte. Dabei gehe es darum, das Thema Radarabstände und Rückfahr-Kameras zu besprechen.

Die Fahrzeuge der Stadtwerke sind nach Schwagers Angabe mit einer solchen Kamera ausgestattet. Sollte die Unfallkasse NRW nach ihrem Treffen zu dem Entschluss kommen, das diese technischen Mittel nicht ausreichen, um den Müllfahrzeugen das Rückwärtsfahren zu erlauben, wolle man ein Konzept in der Tasche haben.

Zwei Varianten sind denkbar: Um auch in kleinen Stichstraßen den Müll abzuholen, könnten die Anwohner verpflichtet werden, ihre Mülltonnen bis zur nächst größeren Straße zu ziehen. Auch eine „Vollservice-Leistung“ wird in Betracht gezogen. Hierbei würden die Mitarbeiter der Stadtwerke die Tonnen von der Haustür zur Straße ziehen. Das würde sich aber wohl auf die Müllgebühren auswirken. 

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