Urteil verschoben

Prozess um Raubüberfall

SELM/DORTMUND Der Dortmunder Prozess um einen bewaffneten Raubüberfall auf eine Spielhalle in Selm zieht sich weiter in die Länge. Die für Freitag geplante Urteilsverkündung ist noch einmal verschoben worden. Der Verteidiger hat weitere Beweisanträge angekündigt.

von Von Jörn Hartwich

, 09.10.2009, 14:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Urteil verschoben

Aber wer war der zweite Täter? Hauptverdächtig ist ein 21-jähriger Mann aus Selm. In erster Instanz war er vom Amtsgericht Lünen allerdings freigesprochen worden - gegen den Willen der Staatsanwaltschaft, die schon damals eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und acht Monaten beantragt hatte.   Im Berufungsprozess vor dem Dortmunder Landgericht wird deshalb jetzt noch einmal alles neu aufgerollt. Der 21-Jährige beteutert jedoch auch dort vehement seine Unschuld. Als der Prozess vor rund zwei Monaten begann, erklärte er, dass er die Tatnacht bei seiner Freundin verbracht habe.

Inzwischen sagt er gar nichts mehr, macht von seinem Schweigerecht Gebrauch. Wie es heißt, wegen der feindseligen Stimmung im Gerichtssaal. Belastet wird er vor allem von dem bereits verurteilten Täter. Die Verteidigung versucht deshalb alles, Zweifel an dessen Aussage zu säen. Welche neuen Zeugen nun noch gehört werden sollen, hat der Verteidiger am Freitag nicht gesagt. Der Prozess wird nach den Herbstferien fortgesetzt.

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