UWG stellt keinen Kandidaten gegen Mario Löhr

Wahl 2015

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Selm wird keinen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 aufstellen. Auf ein "Schattengefecht" mit dem SPD- und CDU-Kandidaten, dem amtieren Bürgermeister Mario Löhr, hatte die UWG keine Lust.

SELM

, 03.07.2015, 09:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hubert Seier trat für die UWG schon zweimal als Bürgermeisterkandidat an. Bei seinem besten Ergebnis erreicht er fast 20 Prozent der Stimmen.

Hubert Seier trat für die UWG schon zweimal als Bürgermeisterkandidat an. Bei seinem besten Ergebnis erreicht er fast 20 Prozent der Stimmen.

UWG-Vorsitzender Hubert Seier sagte im Gespräch mit unserer Redaktion: „Auch wenn wir sicher waren, eine geeignete Persönlichkeit zu präsentieren, so mussten wir nach zahlreichen Gesprächen letztlich dennoch feststellen, dass aus den unterschiedlichsten Gründen niemand aus den eigenen Reihen bereit war, zu kandidieren“, so Hubert Seier, der bei den letzten Wahlen kandidiert hatte.

Die UWG bedauere dies ausdrücklich, weil sie überzeugt sei, dass ein unabhängiger Bürgermeister für Selm viele Vorteile bieten würde. Seier: „Aber nach der Mitteilung der CDU – dieses Vorgehen war im übrigen bereits im Wahljahr 2014 zwischen der SPD und CDU ausgehandelt - die Kandidatur von Bürgermeister Löhr zu unterstützen, ist klar, dass durch das Zusammengehen der sogenannten Volksparteien kein anderer Kandidat eine echte Chance auf einen Wahlsieg hat.“ Ein Schattengefecht eines UWG-Kandidaten, nur damit ein Gegenkandidat auf dem Wahlzettel erscheint, das könne die UWG nicht befürworten und dafür habe auch keiner ihrer Favoriten zur Verfügung gestanden.

Keine Wahlempfehlung

Der Vorsitzende erklärte, auch wenn die UWG mit dem jetzigen Bürgermeister Mario Löhr vertrauensvoll und durchaus konstruktiv zusammenarbeite, gebe es natürlich immer wieder Entscheidungen, die er allein mit der Verwaltung oder im Schulterschluss mit der Großen Koalition gefällt habe. „Diese konnten wir als wachsame und konstruktive Opposition nicht verhindern. Deshalb schließen wir eine konkrete Wahlempfehlung ausdrücklich aus.“

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