Verstöße gegen Kontaktverbot kosten 200 Euro mindestens - nicht nur in Selm

Coronavirus

Zusammenkünfte von mehr als zwei Leuten in der Öffentlichkeit sind verboten. Dass Verstöße teuer werden, hatte Bürgermeister Löhr bereits angekündigt. Wie teuer genau, ist jetzt bekannt.

Selm

, 23.03.2020, 17:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinsam Sport treiben: Das sieht die Verordnung auch nur noch vor, wenn es sich um maximal zwei Leute handelt. Sinnvoll ist es sowieso nicht. Anstatt sich körperlich zu ertüchtigen, sollten die Menschen in Zeiten Corona den Appell ernst nehmen und zuhause bleiben.

Gemeinsam Sport treiben: Das sieht die Verordnung auch nur noch vor, wenn es sich um maximal zwei Leute handelt. Sinnvoll ist es sowieso nicht. Anstatt sich körperlich zu ertüchtigen, sollten die Menschen in Zeiten Corona den Appell ernst nehmen und zuhause bleiben. © Arndt Brede

Sie sind jeweils zu zweit unterwegs auf Streife: Zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Selmer Ordnungsamtes. „Wir können die Zahl bei Bedarf jederzeit deutlich anheben“, sagt Selms Erste Beigeordnete Sylvia Engemann. Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachbereichen würden dann die Ordnungskräfte unterstützen. Eines Haben sie seit Montag, 23.3., besonders im Blick: die Einhaltung des neuen Kontaktverbots.

Ob Besuche auf dem Spielplatz oder Cliquen-Treffen auf dem Campus: Dass Verstöße gegen die Verfügungen der städtischen Allgemeinverfügung teuer werden können, hatte Bürgermeister Mario Löhr bereits in der Vorwoche gesagt. Mit teuer meinte er damals 50 Euro mindestens. Seit die Kontaktsperre in Kraft getreten ist, müssen Unbelehrbare deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Drei Gruppen sind aufgefallen

In der druckfrischen „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen“ steht: „Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt.“ Behörden seien gehalten „Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.“

Das hätte für Gruppen auf der Hirschwiese in Cappenberg, dem Hagenplatz in Selm und auf dem Rewe-Parkplatz an der Kreisstraße am Wochenende teuer werden können - wenn die Verordnung schon in Kraft gewesen wäre.

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