Im Inneren der Trinitatis-Kirche tut sich einiges: Die Maler vom Lüdinghauser Betrieb Heitkamp sind im Anbau im Einsatz. © Irina Höfken
Renovierung

Video-Rundgang: So sieht die Trinitatis-Kirche in Bork jetzt aus

Seit über einem Jahr wird die evangelische Trinitatis-Kirche in Bork schon renoviert. Bis sie fertig ist, dauert es noch. Pfarrerin Antje Wischmeyer verrät aber schon spannende Details.

Der An- und Umbau der evangelischen St.-Trinitatis-Kirche in Bork schreitet immer weiter voran. Hohe Glasfenster zieren die Fronten des modernen 100 Quadratmeter großen Anbaus. Sie lassen einen Blick ins Innere zu – und da hat sich laut Pfarrerin Antje Wischmeyer „schon einiges“ getan.

Im Anbau der Trinitatis-Kirche werden künftig Veranstaltungen mit Blick auf die Waltroper Straße stattfinden.
Im Anbau der Trinitatis-Kirche werden künftig Veranstaltungen mit Blick auf die Waltroper Straße stattfinden. © Irina Höfken © Irina Höfken

Die Borker sind jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen. „Ich verfolge mit Interesse, wie sich die Kirche verändert“, sagt etwa Heiwi Schaeper. Seit Kleinauf kennt er die Kirche. Er sei sogar dabei gewesen, „als die Glocken 1957 aufgehängt worden sind“. Auch Ursula Krause und Heike-Diller-Schulte aus Bork sind schon gespannt: „Seit einem Jahr passiert ja nichts.“

Großprojekt: Sechsstellige Summe fließt in An- und Umbau

Immer wieder kam es zu Verzögerungen. Ursprünglich sollte das Projekt im Spätsommer 2020 beendet sein. Und jetzt? „In irgendeinem Jahr im September ist es bestimmt fertig“, scherzt Pfarrerin Wischmeyer. Sie rechne mit Herbst 2021.

„Man kann schon jetzt erkennen, wie es sein wird, wenn es ganz fertig ist“, sagt sie. Mit dem jetzigen Stand sei sie schon jetzt zufrieden. Die Pfarrerin ist stolz auf das Borker Großprojekt, in das eine Summe im „oberen sechsstelligen Bereich“ geflossen ist.

Einen ersten Rundgang durch die Kirche samt Anbau ermöglicht Wischmeyer ihrer Gemeinde am Pfingstsonntag virtuell. Gezeigt wird das Video in der evangelischen Kirche am Markt in Selm, die von 10 bis 12 Uhr geöffnet sein wird. Einen exklusiven Rundgang vorab hat die Pfarrerin unserer Redaktion ermöglicht.

Das wird sich verändern:

Eine der größten Veränderungen ist wohl die Farbgebung: Die dunkle Holzdecke im Kirchraum wurde weiß gestrichen. Die schlichte, helle Farbe dominiert den Raum und lässt ihn trotz weniger Fenster erstrahlen. Die neue Wandbeleuchtung mit indirekter Deckenbeleuchtung trägt ihr Übriges dazu bei.

„Wir hatten überlegt, ob wir farbliche Akzente setzen wollen. Aber wir waren uns einig: Das Weiß steht der Kirche wirklich gut.“ Die Planung übernahm das Archtitektenteam Spital-Frenking und Schwarz aus Lüdinghausen.

Statt Bänken bieten demnächst Stühle Platz für die Gemeindemitglieder. Die Orgel ist aktuell zu Renovierungszwecken ausgebaut.
Statt Bänken bieten demnächst Stühle Platz für die Gemeindemitglieder. Die Orgel ist aktuell zu Renovierungszwecken ausgebaut. © Irina Höfken © Irina Höfken

Die dunklen Holzbänke gehören ebenfalls der Vergangenheit an. An ihrer Stelle wird es künftig Stühle geben, die noch ausgesucht werden müssen. „Den Kirchraum werden wir für Gottesdienste, aber auch für Gemeindetreffen oder den Konfirmationsunterricht nutzen. Er wird also multifunktional“, erklärt Pfarrerin Wischmeyer. Die neuen Stühle können dann zu einem Sitzkreis zusammengestellt werden. Der neue Anbau mit Küche ist vor allem für Veranstaltungen vorgesehen.

Nicht nur die Räume, auch das wichtigste Instrument der Kirche wird renoviert: die Orgel. Das werde laut Pfarrerin auch zu hören sein – zum Besseren? Antje Wischmeyer lacht: „Hoffentlich“.

Konfirmation auf der Baustelle

Aktuell sieht sowohl Kirchraum als auch Anbau noch nach Baustelle aus. Während unseres Rundgangs sind die Mitarbeiter vom Malerbetrieb Heitkamp fleißig bei der Arbeit. „Ich hoffe, dass wir die Eröffnung im Herbst mit vielen Menschen feiern können. Aber ob das Corona-bedingt geht, das weiß ja noch niemand“, sagt Antje Wischmeyer.

Pfarrerin Antje Wischmeyer ist mit dem jetzigen Stand der evangelischen Kirche schon zufrieden.
Pfarrerin Antje Wischmeyer ist mit dem jetzigen Stand der evangelischen Kirche schon zufrieden. © Irina Höfken © Irina Höfken

Die allererste Feier in der renovierten Kirche findet in kleinstem Kreis aber schon ein Wochenende nach Pfingsten statt – auf der Baustelle: „Vier Konfirmanden, die eigentlich schon im letzten Jahr hätten konfirmiert werden sollten, werden mit den engsten Familienangehörigen kommen“, sagt Wischmeyer. Parallel werden in der evangelischen Kirche am Markt zwanzig weitere Jugendliche in vielen kleinen Gottesdiensten konfirmiert.

Wenn die Inzidenz im Kreis Unna stabil unter 50 bleibt, werden Gottesdienste auch wieder in Präsenz stattfinden können. In Bork aber voraussichtlich ein Mal im Monat im Freien – bis zur Eröffnung der fertig renovierten Trinitatis-Kirche „in irgendeinem Jahr im September“.

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken
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