Jetzt ist es offiziell: Das Land NRW gibt die finanzielle Sicherheit für das Projekt vom virtuellen Museum. Virteum-Geschäftsführerin Gudrun Bayer-Kulla (r.) unterschreibt den Vertrag im Beisein der NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (l.). © Irina Höfken
Stadtgeschichte digital

Virtuelles Museum in Selm macht bald die Stadtgeschichte erlebbar

Ein digitales Museum für Selm steht in den Startlöchern: Das Land NRW sichert finanzielle Unterstützung für das Projekt zu. Geschichtsträchtige Objekte und Orte werden nun digital erlebbar.

Ein virtuelles Museum über die Stadtgeschichte Selms: Das soll es bald geben. Finanzielle Sicherheit bekommt die Virteum gGmbH, die sich extra für das Projekt gegründet hat, vom Land NRW zugesichert.

Feierlich unterzeichnete die Virteum-Geschäftsführerin Gudrun Bayer-Kulla am Donnerstag (15.7.) in der Synagoge Bork den Fördervertrag mit dem Land NRW. „Ich darf Ihnen 90 Prozent der kalkulierten Gesamtkosten von 580.000 Euro zusichern“, sagte Ina Scharrenbach, NRW-Heimatministerin. Ergo: 522.000 Euro Fördergelder fließen in den Aufbau des virtuellen Museums für stadtinterne und stadtübergreifende Erinnerungskultur.

Die Unterzeichnung des Fördervertrags brachte Gesellschafter, Projektleiter und Politiker in Bork zusammen.
Die Unterzeichnung des Fördervertrags brachte Gesellschafter, Projektleiter und Politiker in Bork zusammen. © Irina Höfken © Irina Höfken

Geschichte Selms soll in die Welt getragen werden

Mit Hilfe von „Virtual Reality“-Projekten, wie der digitalen Aufbereitung des historischen Jubiläums „900 Jahre Kaiser Barbarossa“ in 2022 mit der großen LWL Ausstellung (Eröffnung 15. September 2022), und des speziell auf Jugendliche zugeschnittenen Förderprogramms „Kulturbotschafter“ sollen junge Menschen begeistert werden. Ziel ist es, dass die jungen Botschafter das Wissen über die Geschichte Selms in die Welt hinaustragen, aber auch vor ihre eigene Haustür: So können ältere Schüler ihr Wissen etwa an die Grundschüler weitergeben.

„Nächstes Jahr stehen mehrere Jubiläen in Selm an – Die Grundsteinlegung der Stiftskirche und das 900. Geburtsjahr von Kaiser Barbarossa. Das hat eine große Strahlwirkung in der Region“, sagt Bürgermeister Thomas Orlowski (SPD). Er freue sich vor allem über die finanzielle Sicherheit, damit die historischen Jubiläen digital aufbereitet werden können.

Gesucht: Selmerinnen und Selmer können Beiträge beisteuern

Am 23. Februar 2022 wird die Stauferstele eingeweiht, die auf das Virteum verweisen wird. „Dann sollten auch die ersten Beiträge zum Mittelalter online sein. Das ist das Ziel“, sagt Christina Streuer, eine der Projektleiterinnen. Während des Förderzeitraums von fünf Jahren wollen Streuer und ihre Kollegin Dr. Katharina Hülscher ein Netzwerk aufbauen und Selmerinnen und Selmer dafür begeistern, Beiträge für das virtuelle Museum zu schreiben.

Die Projektleiterinnen Katharina Hülscher (l.) und Christina Steuer (r.) wollen Selmerinnen und Selmer dafür begeistern, Beiträge für das virtuelle Museum zu schreiben.
Die Projektleiterinnen Katharina Hülscher (l.) und Christina Steuer (r.) wollen Selmerinnen und Selmer dafür begeistern, Beiträge für das virtuelle Museum zu schreiben. © Irina Höfken © Irina Höfken

„Dafür muss niemand studiert haben. Wir suchen nach Themen, die die Selmer interessieren. Die Geschichte von Vereinen oder auch die Entwicklung der gegenwärtigen Geschichte wie beispielsweise Fridays for Future“, sagt Hülscher. Letzteres könne dann mit Beiträgen aus der Natur verknüpft werden.

Nicht nur die Ambitionen, auch das Engagement sind groß für das Projekt mit „Strahlkraft in der Region“. Die Beiträge zur Stadtgeschichte Selms im Jubiläumsjahr sollen aber nur den Start markieren: Zukünftig sollen Beiträge aus Lünen und Werne folgen, um das Netzwerk immer größer werden zu lassen.

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken

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