VKU plant keine Mundschutz-Pflicht für Fahrgäste in Bussen

mlzMundschutz im ÖPNV

Einen Mundschutz tragen, wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt - das hat die Bundesregierung dringend empfohlen. Verpflichtend ist es nicht, zumindest nicht in Bussen in Lünen und Selm.

Selm, Lünen

, 21.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Update: Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) hat eine Mundschutz-Pflicht ab dem 27. April in Bussen eingeführt. Grund dafür ist ein Erlass des Landes NRW.

Wer in Lünen und Selm in den Bus steigt, fährt zum größten Teil mit den Bussen der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU). Hier gilt - wie überall im öffentlichen Raum in der gesamten Bundesrepublik: Das Tragen eines Mundschutzes wird dringend empfohlen. In Sachsen sowie einigen Städten in Hessen und Baden Württemberg gibt es hingegen schon eine Maskenpflicht für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) und den Einzelhandel. Bei der VKU gibt es diese Pflicht nicht.

„Die Busse des öffentlichen Linienverkehrs sind öffentlicher Raum. Das heißt, es gelten auch dessen Regeln, also hier eine Empfehlung“, sagt Inga Fransson vom Verkehrsmanagement der VKU auf Nachfrage. Aber gibt es denn eine Überlegung, eine Mundschutz-Pflicht in den Bussen der VKU einzuführen? Lüner Busfahrer zumindest würden eine Einführung dieser Regelung begrüßen. Diese Regel in die Beförderungsbedingungen der VKU aufzunehmen, sei laut Fransson jedoch nicht geplant.

Busfahrer fühlen sich weitestgehend sicher

Mit dem Thema beschäftigt, hat sich die VKU aber allemal. „Über ein Verfahren wie die VKU und andere Verkehrsbetriebe mit einer etwaigen Maskenpflicht und den Menschen, die sich nicht daran halten, umgehen würde, wird zurzeit nachgedacht – auch mit Hilfe unseres Verbandes“, so Fransson, ohne weitere Details zu nennen.

Dass sich die Busfahrer weitestgehend sicher fühlen in ihrem abgesperrten vorderen Bereich im Bus, haben einige Fahrer bereits auf Nachfrage mitgeteilt. Etwas anderes hat auch Fransson bislang nicht gehört: „Es gibt zurzeit keine weiteren Wünsche über das Verfahren, die Vordertür und erste Sitzreihe zu sperren, hinaus.“ Ob es Ausnahmen gebe von Fahrern, denen das Risiko zu fahren, mittlerweile zu groß geworden ist, dazu sagte Fransson: „Das ist nicht bekannt.“

VKU bestätigt geringeres Fahrgast-Aufkommen

Generell habe die VKU jedoch ein geringeres Fahrgast-Aufkommen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie festgestellt. „Schüler und Gelegenheitskunden machen einen nicht unerheblichen Anteil der Fahrgäste aus. Da die Schulen und Geschäfte geschlossen waren - und zum Teil auch noch sind, Freunde und Verwandtschaft nicht besucht werden können, ist ein Rückgang der Fahrgast-Zahlen die logische Konsequenz.“

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Das wiederum führt zu dem Umstand, dass „in den Bussen der gebotene Mindestabstand sehr gut umgesetzt werden kann“, sagt Fransson. Vereinzelt habe es jedoch Fahrten gegeben, wo unerwartet ein höheres Fahrgast-Aufkommen zustande gekommen sei. Fransson: „An diesen Stellen haben wir aber reagiert und die Fahrten verstärkt.“

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