Vollsperrung der Kreisstraße: Für einige Selmer hat das positive Folgen

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Die Kreisstraße ist zwischen Selm und Bork seit Montag gesperrt. Daher müssen viele Autofahrer nun einen großen Umweg nehmen. Für die Anwohner ist es eine willkommene Abwechslung.

Selm, Bork

, 16.10.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montagmorgen ist die Kreisstraße zwischen Selm und Bork gesperrt. In beide Richtungen geht seitdem nichts mehr. Für die Autofahrer bedeutet das vor allem eins: große Umwege. Doch für einige Anwohner der Kreisstraße hat die Sperrung auch gute Folgen.

Michael Sabas (53) lebt seit neun Jahren an der Kreisstraße - im Vergleich zu seinen Nachbarn ist das noch vergleichsweise wenig. „Die wohnen schon ihr Leben lang hier“, sagt er.

„Es war lange nicht mehr so ruhig hier“

Und sowohl für ihn als auch seine Nachbarn sei die aktuelle Situation ziemlich ungewohnt.

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„Es war lange nicht mehr so ruhig hier“, erzählt Sabas. Und so nutzten er und seine Nachbarn die neugewonnene Ruhe und veranstalteten spontan ein kleines Nachbarschaftstreffen mitten auf der Kreisstraße. „Da haben wir uns einen Spaß draus gemacht“, sagt er.

So oft im Leben gibt es eben auch nicht die Chance, sich mit einer Bank mitten auf die viel befahrene Straße zu stellen. „Das war eine ganz lustige Geschichte“, sagt Michael Sabas.

Das Fenster war zum ersten Mal seit langer Zeit nachts offen

Dass es plötzlich kaum noch Verkehr vor seiner Haustür gibt, habe aber auch noch einen zweiten positiven Effekt, verrät er. „Wir konnten seit langer Zeit das erste Mal wieder mit offenem Fenster schlafen.“ Sonst sei das aufgrund der vielen vorbeifahrenden Autos nicht möglich.

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Daher hätte er auch nichts dagegen, wenn die Sperrung noch eine Weile bleiben würde, scherzt er. Die ganze Situation sei aber auch für ihn ein wenig „skurril“. Allerdings habe er auch „bis jetzt noch keine Einschränkung“ durch die Arbeiten an der Kreisstraße.

Für den Ärger einiger Autofahrer habe er aber auch Verständnis. „Die, die außen rum fahren müssen, haben massive Probleme“, erklärt er. Denn auf den Ausweichrouten gebe es nun zweimal täglich große Verkehrsstaus - immer „morgens und abends“, sagt der 53-Jährige.

Asphalt wird abgefräst und wiederhergestellt

Die offizielle Umleitung führt über die Netteberger Straße und die Werner Straße sowie den Zeche-Hermann-Wall. Doch nicht alle Autofahrer nehmen diesen Weg. Und andere Straßen, die als Umleitungen genutzt werden, seien „arg gebeutelt“, sagt Sabas.

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Wenn alles nach Plan läuft, wird der etwa ein Kilometer lange Straßenabschnitt zwischen dem Kreisverkehr Zeche-Hermann-Wall und der Einmündung Gutenbergstraße ab dem 26. Oktober nicht mehr gesperrt sein.

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