Warum es bald eine Pedelec-Schulung in Selm gibt

Elektro-Fahrräder

Das Fahrrad ist die dritthäufigste Art der Fortbewegung. Und auch Elektro-Fahrräder gibt es immer häufiger. Ein Grund dafür, warum es in Selm bald Schulungen zu den so genannten Pedelecs geben soll. Zudem wird es dann auch um Sicherheit gehen - denn die Zahl der Verkehrstoten ist nicht gering.

SELM

, 12.04.2016, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der ADFC ist in Selm aktiv. Vorsitzender der Ortsgruppe ist Christian Jänsch, der selbst viel mit seinem Rad unterwegs ist.

Der ADFC ist in Selm aktiv. Vorsitzender der Ortsgruppe ist Christian Jänsch, der selbst viel mit seinem Rad unterwegs ist.

Fahrräder sind beliebt:

  • 14 Prozent der Deutschen nutzen ihr Fahrrad nach einer Studie des Bundesverkehrsministeriums täglich, weitere 24 Prozent mehrmals pro Woche.
  • 76 Prozent der Haushalte verfügen über mindestens ein Fahrrad.
  • 2015 lag der Anteil der Elektro-Fahrräder am Gesamt-Fahrradmarkt bei 12 Prozent – Rekord, es geht um 2,1 Millionen Menschen in Deutschland. 

Unfallzahl bereitet Sorge:

Der ADFC und die Versicherung Provinzial wollen nun etwas für deren Sicherheit tun. Denn eine weitere Zahl macht Sorge: Pedelecs waren 2014 laut einem Bericht des „Spiegel“ in 3700 Unfälle mit Verletzten verwickelt. Das Nachrichtenmagazin bezieht sich auf Daten des Statistischen Bundesamts. 59 Menschen starben 2014 deutschlandweit, 1178 verletzten sich schwer.

 

Die meisten Unfälle gab es im Mai und Juni. Allerdings würden nur etwa 40 Prozent der Unfälle mit Rädern statistisch erfasst. In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Verletzten bei solchen Unfällen von 322 (Jahr 2012) auf 714 (2014).

Infos zu Pedelecs und E-Bikes
Was Pedelecs und E-Bikes sind erklärt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) .

Entscheidend ist laut Experten die Übung mit dem E-Fahrrad. Und genau das will das Projekt „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, eine Initiative der Provinzial, unterstützen: Am Dienstag hat Koordinatorin Silke Schmidtmann einen Schulungskoffer an den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Selm übergeben. Er beinhaltet Schulungsmaterial, mit dem der Vorsitzende Christian Jänsch und seine Mitstreiter durch den Kreis Unna ziehen sollen.

Die Idee: Pilot-Projekt in Selm, das sich auf andere Städte ausweiten soll

„Wir planen ein Sicherheitstraining für Pedelec-Fahrer“, so Jänsch gestern gegenüber unserer Redaktion. Dazu habe er schon Kontakt zum Lasise aufgenommen, auf dessen Fläche zwischen Bork und Lünen ein solches Training möglich wäre.

Weitere Quellen zur Information
- Die Unfallforschung der Versicherer erläutert die Ergebnisse einer Studie zum natürlichen Fahrverhalten .
- Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erläutert Zahlen zum Fahrradmarkt .
- Die 130-seitige Studie "Fahrrad-Monitor Deutschland 2015" können Sie einsehen.

„Unsere Idee ist, das als Pilot-Projekt in Selm zu machen und es dann auf andere Städten im Kreisgebiet auszuweiten“, so Jänsch. Die Schulungen sollen etwa einen halben Tag laufen und neben einem Theorieteil Fahrübungen beinhalten, bei denen auch die Polizei mitarbeiten soll.

Denkbarer Kostenbeitrag: 15 bis 30 Euro pro Person

Wann die erste Schulung steht, ist noch offen. Das Material dafür ist aber da. Denkbar wäre ein Kostenbeitrag von 15 bis 30 Euro pro Teilnehmer.

 

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