Warum Selm immer weiter schrumpft

Sinkende Bevölkerungszahl

Selm verliert beständig Einwohner. Nachdem die Zahl 2004 ihren Höhepunkt erreicht hatte, schrumpft die Bevölkerung. Das liegt zum einen am demografischen Wandel - stets gibt es mehr Todes- als Geburtsfälle - doch die Entwicklung hat auch noch andere Gründe.

SELM

, 27.09.2014, 05:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum Selm immer weiter schrumpft

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Dabei gehört Selm als Teil des Kreises Unna nicht einmal zu den Gebieten NRWs, in denen die Geburtenrate am niedrigsten ist. Folgende Karte zeigt die Kreise und kreisfreien Städte mit den höchsten und niedrigsten Geburtenraten. Dunkelrot steht dabei für eine besonders niedrige Geburtenrate (am wenigsten Kinder werden statistisch in Bochum geboren), dunkelbraun für eine besonders hohe Rate (Spitzenreiter Kreis Lippe). Der Kreis Unna liegt dabei im Mittelfeld.

Bei den Todesfällen, gerechnet auf 1000 Einwohner, ist die Zahl im Kreis Unna jedoch vergleichsweise hoch, was folgende Karte zeigt. In besonders dunklen Bereichen gab es 2013 viele Todesfälle, in hellen Bereichen vergleichsweise wenige.

Doch die Einwohnerentwicklung Selms wird auch noch von einem anderen Faktor bestimmt: den Zu- und Fortzügen. Zu Beginn des Jahrtausends schaffte es die Stadt, die Zahl jener, die aus Selm wegzogen, mit Zuzügen aufzufangen. Im Jahr 2000 zogen mehr als 1300 Menschen nach Selm, knapp 1000 verließen die Stadt. Dieses Verhältnis hat sich geändert: 2012 zogen 1119 Bürger weg, nur knapp 1000 kamen neu in die Stadt.  

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Insgesamt ist die Einwohnerzahl Selms - wie bereits erwähnt - rückläufig. Die Wende von einem positiven zu einem negativen Trend setzte 2004 ein. Zuvor war die Zahl beständig gestiegen, was folgende Grafik zeigt:

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