Weniger Müll und sinkende Gebühren erwartet

Abfallkonzept

Alle fünf Jahre muss der Kreis Unna sein Abfallwirtschaftskonzept fortschreiben. 2007 gab es die letzte Fortschreibung, eine aktuelle Fassung muss also in diesem Jahr her. Für Selm werden sinkende Müllmengen und -gebühren prognostiziert.

SELM

von Von Malte Woesmann

, 16.03.2012, 16:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
In den kommenden Jahren rechnet der Kreis Unna mit weniger Müll. 2020 könnte sich die Menge an Abfall um 7.000 Tonnen auf 52.000 Tonnen jährlich reduziert haben.

In den kommenden Jahren rechnet der Kreis Unna mit weniger Müll. 2020 könnte sich die Menge an Abfall um 7.000 Tonnen auf 52.000 Tonnen jährlich reduziert haben.

Die Prognosen zeigen, dass es mittelfristig zu Gebührensenkungen kommen wird. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der schrumpfenden Gesamtbevölkerung zu sehen. Holzbeck stellte auch Zahlen für die Menge des anfallenden Mülls in den einzelnen Kommunen des Kreises vor. Auffallend hier, dass Selm, was das Sammel- und Mülltrennungsverhalten betrifft, deutlich über dem Schnitt liegt. „Sie verhalten sich hier schon recht vorbildhaft“, so Holzbeck. Für das Jahr 2020 wird von einer Müllmenge, die im Kreis Unna gesamt anfällt, von circa 53.000 Tonnen ausgegangen. Zurzeit sind es noch 60.000 Tonnen.

Dementsprechend muss auch weniger Müll entsorgt werden, beziehungsweise in der Müllverbrennungsanlage in Hamm verbrannt werden. Hier kündigte Holzbeck eine Preissenkung an: „Der Preis pro Tonne verbrannter Müll sinkt von 165 auf bald 125 Euro.“  Die Preisminderung ging vielen Ausschussmitglieder nicht weit genug. „Wir sind, was die Müllverbrennungsanlage in Hamm anbetrifft, ein gebranntes Kind“, brachte CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Kleinwächter in Erinnerung.

Auch SPD-Fraktionschef Udo Holz und Hubert Seier (UWG) fanden, dass die Preisminderung bei der Müllverbrennungsanlage noch zu gering ausfallen. „Es geht noch billiger“, so Seier. Und Udo Holz forderte, sich nicht vorschnell an die Anlage in Hamm zu binden.  Letztendlich entscheidet darüber der Kreis Unna. Die Ausschussmitglieder konnten den Bericht nur zur Kenntnis nehmen, wollen aber eine Eingabe an den Kreis machen. Holzbeck geht jedenfalls davon aus, dass die Müllgebühren für die Stadt Selm um 170.000 Euro sinken werden.

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