Wie aus einer Idee auf Familienfesten der Spielmannszug der Borker Schützen entstand

Bürgerschützengilde St. Stephanus

Lange dachten Karsten Sommer und Jonas Folle darüber nach, gemeinsam zu musizieren. Sie gründeten den Spielmannszug der Bürgerschützengilde St. Stephanus. Dann ging alles ganz schnell.

Bork

, 26.03.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie aus einer Idee auf Familienfesten der Spielmannszug der Borker Schützen entstand

Sie geben jetzt bei den Veranstaltungen den Ton an: Der neu gegründete Spielmannszug der Bürgerschützengilde Bork. © Antje Pflips

Drei konnten ein Instrument spielen, 13 wollten das auch. Schon war er geboren, der „Spielmannszug der Bürgerschützengilde St. Stephanus-Bork“. Am 5. November gründeten Karsten Sommer und Jonas Folle die Musikgruppe, nachdem sie zwei Jahre darüber gegrübelt hatten.

„Wir hatten die Idee, als auf den Familienfesten immer nur Musik aus Lautsprechern kam“, begründet Sommer seine Idee. Gemeinsam mit Folle suchte er nach Mitstreitern und wurde als erstes bei Folles Mutter Helga fündig.

Mitglieder aus allen Kompanien

Sie kennt sich aus mit Noten, Rhythmus und Melodien, spielte sie doch selbst einmal in einem Spielmannszug. Jonas, hingegen, kennt sich mit den Trommeln aus. Beide übernehmen den Unterricht für die anderen. Die Mitglieder kommen aus allen Kompanien. Neben Trommel und Querflöte brauchte die neue Gruppe aber noch eine Pauke, ein Becken und eine Lyra.

„Der Vorstand fand die Idee so großartig, dass er sofort bereit war, die Musiker zu unterstützen“, erklärt Heinz-Willi Quante. Durch spontane Spenden war es gelungen, den Spielmannszug mit den wichtigsten Instrumenten auszustatten. Fleißig üben die Musiker nun jeden Montag von 19 bis 21 Uhr in der Halle von Malermeister Bernd Wulfert, der ebenfalls mitspielt.

Erster Auftritt war „ein klasse Gefühl“

Schon am 21. Februar, vier Monate nach ihrer Gründung, hatten sie ihren ersten Auftritt mit zwei Märschen. „Das war schon ein klasse Gefühl“, sagt Sommer. Zunächst einmal soll es bei Märschen bleiben. Die nächsten Ziele sind schon anvisiert. „Im Sommer üben wir das Marschieren mit Instrumenten“, erzählt Wulfert.

Das werde noch schwer genug, fügte er hinzu. Und auch das Repertoire soll bis Juni erweitert werden. Am 23. Juni will sich der Spielmannszug erstmals öffentlich präsentieren. Doch es bleibt alles im Verein. Die Musiker waren sich einig, dass sie nur bei internen Veranstaltungen der Borker Schützengilde auftreten werden. Der Spielmannszug ist nicht eigenständig, sondern gehört zur Bürgerschützengilde.

Daher können auch nur Mitglieder im Spielmannszug spielen. „Wir treten ja in unseren Jacken auf“, erklärt Sommer. Ab einem Alter von 18 Jahren können die Schützen mitmachen. Kenntnisse seien nicht erforderlich, die werden erlernt.

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