Wie man sich das Kistenschleppen sparen kann - Getränkelieferservice im Trend

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In die Garage, in den Keller oder in die vierte Etage. Für den ein oder anderen kann das Kistenschleppen schon mal zur Qual werden. Abhilfe schaffen Getränkelieferdienste.

17.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit gut einem halben Jahr bestellt Sarah-Maria Osterkamp nun ihre Getränke beim Getränkehandel Krevert in Selm. Vier Lieferungen hat sie in dieser Zeit erhalten und ist restlos begeistert: „Das ist mega praktisch. Gerade wenn man die Möglichkeit hat, Dinge zu lagern.“

In größeren Städten wie Münster nutzen viele den Getränkelieferservice „flaschenpost.de“. In Kleinstädten gibt es den Service des Start-Ups noch nicht. Trotzdem müssen die Selmer ihre Kisten nicht selbst schleppen - wie Sarah-Maria Osterkamp aus Selm erzählt.

Günstige, schnelle Lieferung

Krevert liefert ihr die Getränke direkt in die Garage. Meistens bestellt die junge Mutter zehn Kisten Mineralwasser und je nach Bedarf Bier oder Fassbrause - „Je nachdem, ob zum Beispiel eine Feier ansteht“, sagt sie.

Das Leergut nimmt Krevert wieder mit. Bezahlt wird an der Haustür. „So günstig kriegen wir das mit dem PKW nicht“, ist sich die Selmerin sicher. Für den Lieferservice spricht ihrer Meinung nach auch die schnelle Lieferzeit. „Ich bin eine Spätanruferin“, verrät Sarah-Maria Osterkamp lachend.

„Die Lieferkosten betragen einmalig 5,90 Euro pro Lieferung“, erklärt Oliver Schade, Mitarbeiter bei Krevert. Das Liefergebiet umfasst die Orte Selm, einschließlich Bork und Cappenberg, Werne, Bergkamen und Kamen.

Geliefert werde zweimal die Woche: Dienstag und Freitag vormittags. Dafür müsse der Kunde einen Tag vorher anrufen. Egal ob in den Keller oder hoch in die 4. Etage - „Da kommt man schon mal ins Schwitzen“, gibt Oliver Schade lachend zu.

„Immer diese Fahrerei“

Für Sarah-Maria Osterkamp war die Weihnachtszeit ausschlaggebend. „Immer diese Fahrerei“, habe sie sich gedacht. „Das muss doch auch irgendwie anders gehen.“

Sie habe daraufhin bei Krevert nachgefragt. Dort wurde ein Kundenkonto für sie angelegt, indem Termine und Lieferwünsche hinterlegt werden können.

Die Selmerin ist in ihrem Bekanntenkreis bisher noch die Einzige, die das Angebot nutzt. Trotzdem ist für sie klar: „Ich bin froh, dass ich die Sixpacks nicht mehr schleppen muss.“

Je mehr Kisten, umso günstiger

Besonders ältere und körperlich eingeschränkte Menschen können vom Lieferservice der Getränkehändler profitieren. Welche Getränkehändler neben Krevert, bieten den Service noch an?

Auch der Getränkevertrieb Ansinn in Nordkirchen nimmt seinen Kunden das Kistenschleppen ab. Die Lieferzeit beträgt zwei bis drei Tage. „In der Regel sind die Kisten Mittwoch da, wenn man montags anruft“, erzählt Mitarbeiterin Petra Hanke.

Die Kosten richten sich nach der Anzahl der bestellten Getränkekisten. Der Aufschlag beträgt bei einer Kiste 2 Euro. Bei zwei bis vier Kisten kommt ein Aufschlag von 1 Euro pro Kiste auf den Getränkepreis.

Bestellt der Kunde zwischen fünf und fünfzig Getränkekisten, muss er 0,75 Euro pro Kiste für die Lieferung bezahlen. „Wir haben Kunden aus Selm, Münster, Werne“, zählt Hanke auf.

Geringe Nachfrage

Anders als Krevert und Ansinn hat das Getränkeparadies Gefromm in Selm seinen Lieferdienst mittlerweile eingestellt - die Nachfrage sei zu gering gewesen.

Das hat auch Oliver Smolka, Geschäftsführer der Löschbar in Selm, beobachtet. Im Raum Selm und Lünen hätten nur wenige Interesse. Deshalb beliefere die Löschbar momentan hauptsächlich den Dortmunder Bereich.

„Auf jede Kiste kommt ein Aufschlag von 1,50 Euro“, erklärt Oliver Smolka die Lieferkosten. Im Gegensatz zu den Händlern Ansinn und Krevert gibt es bei der Löschbar für die Lieferung eine Mindestkistenanzahl von drei Kisten. Auch hier muss der Kunde nicht lange warten: Die Lieferung erfolgt innerhalb von zwei Tagen.

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