Wir öffnen Türen: Die Synagoge in Bork

Teil 3

„Macht hoch die Tür, die Tor mach weit“, klingt es im Advent. Wir nehmen das wörtlich und öffnen verschlossene Türen. Sie führen zu Orten, die nur wenigen zugänglich sind. Diesmal haben wir uns in der Synagoge in Bork umgeschaut - und viele Fotos sowie ein 360-Grad-Bild mitgebracht.

BORK

, 09.12.2016, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
An dem Klavier wird unterrichtet. Konzerte finden auch statt.

An dem Klavier wird unterrichtet. Konzerte finden auch statt.

Der Himmel ist sternenklar über Bork. Daran ändern auch die Wolken nichts. Und auch nicht der Sonnenschein. Die goldene Sternlein prangen hell und klar, genau wie in Matthias Claudius berühmten Abendlied. Einzige Bedingung: Die Tür zur Synagoge an der Waltroper Straße muss geöffnet sein.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sieht es in der Synagoge in Bork aus

09.12.2016
/
Ein seltenes Denkmal: Von den ursprünglich weitverbreiteten Landsynagogen ist kaum noch eine erhalten. Die meisten waren während der Pogromnacht 1938 in Flammen aufgegangen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Tür ist in der Regel verschlossen. Für Musikunterricht, Konzerte und Führungen gibt das Team vom städtischen Fortbildungs-, Kultur- und Sportbetrieb (Fokus) am Willy-Brandt-Platz den Schlüssel aber heraus.© Foto: Sylvia vom Hofe
Hineinspaziert: Für unsere Adventsserie öffnen auch wie die Tür zur Synagoge.© Foto: Sylvia vom Hofe
Kippa ist ein jüdisches Wort. Es bedeutet Kopfbedeckung. Viele jüdische Männer tragen sie den ganzen Tag über auf dem Kopf als Zeichen der Ehrfurcht vor Gott, andere zumindest währed der Gottesdienste. In Bork liegen sie in einer Glasvitrine.© Foto: Sylvia vom Hofe
An die Verschleppung und Ermordung der Juden erinnert diese Auflistung.© Foto: Sylvia vom Hofe
Tallit ist ein Gebetsmantel. Er soll gläubige Juden daran erinnern, die Gesetze einzuhalten.
Ein siebenarmiger Leuchter - die Menora - ist ein wichtiges religiöses Symbol im Judentum.© Foto: Sylvia vom Hofe
Hebräische Gebetstexte befinden sich in einer Vitrine.© Foto: Sylvia vom Hofe
Hebräische Gebetstexte aus der Vitrine.© Foto: Sylvia vom Hofe
Durch viele Hände sind die heute nur noch in Fragmenten erhaltenen Gebetstexte gegangen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Sterne und Zierborte: So aufwendig ist die Deckenbemalung.© Foto: Sylvia vom Hofe
Zierborte und Sterne: So aufwendig ist die Bemalung.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Frauenempore wurde rekonstruiert.© Foto: Sylvia vom Hofe
An dem Klavier wird unterrichtet. Konzerte finden auch statt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Blick nach draußen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Den Riegel dieser Tür lässt sich nicht öffnen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein Blick durch die Tür zur Frauenempore.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Thoraschrein ist leer.© Foto: Sylvia vom Hofe
Blick in die jüdische Vergangenheit Borks: ein nichtdatiertes Foto an der Wand zeigt jüdische Schüler.© Foto: Sylvia vom Hofe
So sah einst der Ortskern aus. Darnter auch Häuser jüdischer Familien.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Belüftung ist ein Problem in dem alten Gebäude.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein Blick ins Gästebuch. 1994 hatte NRW-Innenminister Herbert Schnoor die sanierte Synagoge der Öffentlichkeit übergeben.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein Zitat des jüdischstämmigen Dichters Heinrich Heine findet sich zu Beginn des Gästebuchs.© Foto: Sylvia vom Hofe
1986 hatte die Stadt die Synagoge gekauft und mit Mitteln des Landes restauriert.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der jüdische Friedensgruß: Shalom.© Foto: Sylvia vom Hofe
Auch jüdische Gruppen besuchen die alte Synagoge.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Synagoge hat Freunde im ganzen Bundesgebiet.© Foto: Sylvia vom Hofe
Sally Perel war auch hier: ein israelischer Autor deutscher Herkunft. Als Mitglied der Hitlerjugend war es ihm gelungen, seine jüdische Identität zu verbergen und den Nationalsozialismus zu überleben. Seine Autobiografie "Ich war Hitlerjunge Salomon" wurde 1990 verfilmt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Über mitreißende Konzerte freut sich das Publikum.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein Stein? Irgendetwas hat die Scheibe in Mitleidenschaft gezogen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Auch aus Israel kommen Gäste.© Foto: Sylvia vom Hofe
Am Türrahmen: eine Mesusa. Die Anbringung des kleinen Behälters geht auf das Bibelzitat aus dem Buch Mose zurück: "Du sollst diese Worte auf die Türpfosten deines Hauses und deiner Stadttore schreiben.“© Foto: Sylvia vom Hofe
Risse in der Wand zeigen: Sanierungsbedarf gibt es auch künftig.© Foto: Sylvia vom Hofe
Einer der jüngsten Einträge im Gästebuch stammt von den Teilnehmern des Polen-Austausches.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der jüngste Eintrag des Gästebuches.© Foto: Sylvia vom Hofe
Eine Klappe führt auf den Dachboden.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ursprünglich hatte Instrumentalmusik in Synagogen nichts verloren. Als 1810 Israel Jacobson im Harzstädtchen Seesen eine neue Synagoge einweihte, hatte er dort eine Orgel einbauen lassen. Das war der Auftakt einer Neuorientierung jüdischer Gottesdienstmusik in weiten Teilen Europas.© Foto: Sylvia vom Hofe
Schön verziert: die Decke rund um die Lampe.© Foto: Sylvia vom Hofe
Handbemalt: die Wände und Decken.© Foto: Sylvia vom Hofe
Blick vom Parkplatz aus auf die Synagoge.© Foto: Sylvia vom Hofe
Weihnachtsbaum vor der Synagoge. Das passt. Am 24. Dezember feiern Christen Heiligabend und Juden den Beginn von Cahnukka. Dabei wird der Neueinweihung des Tempels in Jerusalem gedacht.
Im Garten vor der Synagoge laden gespendete Bänke zur Rast ein.© Foto: Sylvia vom Hofe
Im Garten vor der Synagoge stehen zwei gespendete Bänke.© Foto: Sylvia vom Hofe
Zwei Hunde wachen auf dem Grundstück neben der Synagoge. Hier grüßt einer von ihnen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Synagoge mitten im Borker Ortskern (von der Waltroper Straße aus gesehen).© Foto: Sylvia vom Hofe
Gäste finden an der Synagoge auch noch Hinweise auf andere Sehenswürdigkeiten.© Foto: Sylvia vom Hofe
Schlagworte

Unser 360-Grad-Foto zeigt, wie es in der Synagoge aussieht. Klicken Sie auf das Foto - dann können sie anschließend mit gedrückter Maustaste den Blick kreisen lassen:

Wichtig: Falls Sie diesen Artikel in der mobilen Ansicht lesen, müssen Sie das 360°-Foto eventuell in der Facebook-App öffnen, um sich "umschauen" zu können.

Das waren Teil 1 und 2 unserer Advents-Serie:

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt