Selm, Dortmund, Internet? Wo der Selmer was einkauft: Ergebnisse einer Online-Befragung

mlzShoppen in Selm

Lebensmittel kaufen die Selmer in ihrem Wohnort ein. Aber wie sieht es beispielsweise bei Büchern oder Bekleidung aus? Die BBE hat eine Online-Befragung zum Kaufverhalten der Selmer gemacht.

Selm

, 23.10.2019, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wo gehen Sie einkaufen? Was kaufen Sie in Selm, was eher in Dortmund, Lünen, Münster oder Lüdinghausen? Welche Waren bestellen Sie im Internet und welche besorgen Sie eher vor Ort? Fragen wie diese hat die BBE Handelsberatung an die Selmer gestellt. In einer Online-Umfrage, die über die Homepage der Stadt Selm für etwa einen Monat zugänglich war, gaben insgesamt 376 Menschen aus Selm Infos zu ihrem Kaufverhalten.

Die Befragten seien „schön verteilt“, sagt Jörg Lehnerdt von der BBE, die für die Stadt Selm gerade ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept erarbeitet. Er meint damit, dass an der Umfrage etwa in gleichen Teilen Menschen aus den Ortsteilen Selm, Bork und Cappenberg mitgemacht haben. Auch altersmäßig gab es einen guten Mix, erklärt er.

Beim IHK-Wirtschaftsgespäch in Cappenberg am Montag (21. Oktober) zeigte Jörg Lehnerdt einige Ergebnisse der Umfrage.

Lebensmittel und Drogerieartiekl

Zum Beispiel in Bezug auf das Kaufverhalten der Selmer. Dabei wurde deutlich: Wenn es um Lebens- oder Drogerieartikel geht, dann versorgen die Selmer sich gerne in Selm. 61 Prozent der Befragten gaben an, Lebensmittel in Selm vornehmlich in ihrem Wohnort Selm einzukaufen, 67 Prozent besorgen hier auch ihre Drogerieartikel.

Blickt man allerdings auf Bereiche wie Bücher, Bekleidung, Schuhe oder Sportartikel, zieht es die Selmer eher in die umliegenden Städte. Oder ins World Wide Web. Bücher zum Beispiel kaufen nur 23 Prozent der befragten Selmer in ihrem Wohnort ein - 40 Prozent erledigen ihren Bucheinkauf mittlerweile online. Ähnlich sieht es bei Bekleidung, Sportartikel oder Schuhen aus: Die besorgen sich die Selmer nicht in ihrer Stadt, sondern eher in Dortmund, Lünen oder aber im Internet. Vermutlich auch, weil das Angebot da deutlich höher ist.

Die Zahlen bringen Jörg Lehnerdt zu folgendem Fazit: „Das Selmer Einzelhandelsangebot ist auf die Versorgung der eigenen Bevölkerung ausgerichtet“, erklärte er.

Kreisstraße profitiere von verkehrsgünstiger Lage

Dabei gebe es ein deutliches Zentrum: die Kreisstraße. Mit der Altstadt und dem Ortsteil Bork gebe es aber auch zwei starke Nebenzentren. Fazit von Jörg Lehnerdt: „Das Hauptzentrum Kreisstraße hat Priorität bei (großflächigen) zentren- und nahversorgungsrelevanten Betrieben, das Nebenzentrum Ludgeristraße (Altstadt) bietet Kleinteiligkeit und Individualität.“

Die Kreisstraße, so erklärte er, profitiere von der verkehrsgünstigen Lage (von Baustellen mal abgesehen) und könne sich mit einem der Stadtgröße und -struktur angemessenen Branchenmix gegenüber dem regionalem Wettbewerb und dem Onlinehandel behaupten.

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