Wohnungsbaugesellschaften verzeichnen keine Anfragen zur Mietstundung

Corona-Krise

Den Selmern scheint es in der Corona-Krise finanziell weitestgehend gut zu gehen: Zumindest können sie sich die Miete leisten. Stundung ist bei den Wohnungsbaugesellschaften kein Thema.

Selm

, 31.05.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mietverträge müssen in der Regel erfüllt werden. In finanziellen Notzeiten zeigen sich professionelle Vermieter allerdings Gesprächsbereit, um eine für alle Seiten gute Lösung zu finden.

Mietverträge müssen in der Regel erfüllt werden. In finanziellen Notzeiten zeigen sich professionelle Vermieter allerdings Gesprächsbereit, um eine für alle Seiten gute Lösung zu finden. © picture alliance / Hannibal Hans

Weniger Einkommen - durch Kurzarbeit, Jobverlust oder eingeschränkte Möglichkeiten, den Beruf auszuüben: Für viele Menschen sind das derzeit die Hauptprobleme in der Corona-Krise. Viele überlegen daher, wofür sie Geld ausgeben - und wo sie sparen könnten. Die Miete scheint dabei aber keine große Überlegungen zu spielen.

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Mietstundungen in Selm kein großes Thema

Sowohl die WBG Lünen als auch der Bauverein zu Lünen, die als große Wohnungsbaugesellschaften in Selm Mietwohnungen anbieten, erklären auf Anfrage unserer Redaktion, dass entsprechende Angebote derzeit nicht nachfragt werden. „Bei unseren privaten Mietern ist das kein Thema“, sagt Jan Hische, Prokurist der Lüner Wohnungsbaugesellschaft. Und auch Carsten Unterberg, Geschäftssführer der Bauvereins Lünen, ist froh darüber. „Für unsere Mieter ist das ja nur gut“, sagt er mit Blick auf die Schicksale, die sonst hinter einer solchen Maßnahme stecken.

Einige Gewerbetreibende haben schon um Aufschub gebeten

Bei einigen Gewerbeobjekte, die die WBG in Selm vermietet, sieht es jedoch anders aus: „Da gab es schon ein paar Anfragen, weil die ja zum Teil auch gar keine Einnahmen hatten“, erklärt Hische. Doch da habe man schnell eine Lösung gefunden. „Es ist ja auch in unserem Interesse, das Mietverhältnis weiterzuführen - und daher suchen wir immer nach passenden Lösungen für alle Seiten. Das war auch in Zeiten vor Corona nicht anders.“

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