Münsterland Zeitung

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Der lange Traum vom Leben ohne Brille

Augenklinik Ahaus

Unser Redakteur hat sich nach intensiver Beratung durch die Augenklinik Ahaus dazu entschieden, seine Kurzsichtigkeit per Femto-Laser beheben zu lassen. Ein Erfahrungsbericht.

29.06.2020, 11:22 Uhr / Lesedauer: 4 min
Patient Johannes Schmittmann (l.) bei der letzten Nachuntersuchung. Er hat sich der Laser-Behandlung unterzogen. Ergebnis: Alles perfekt gelaufen.

Patient Johannes Schmittmann (l.) bei der letzten Nachuntersuchung. Er hat sich der Laser-Behandlung unterzogen. Ergebnis: Alles perfekt gelaufen. © Markus Gehring

Von Johannes Schmittmann

Seit meinem neunten Lebensjahr trug ich eine Brille. Ich weiß noch genau, wie ich damals in der letzten Reihe der Klasse saß und meinen Lehrerin mich aufforderte, einige Sätze vorzulesen, die sie mit dem Tageslichtprojektor an die Wand projiziert hatte. Ich stotterte etwas vor mich hin, musste aber irgendwann kapitulieren. Noch am selben Tag erhielt meine Mutter einen Anruf, eine Woche später saß ich in der Augenklinik Ahaus beim Sehtest. Schnell war klar: Der Junge braucht eine Brille.

Damals war das für mich kein Problem. Ich fand es sogar cool, nun ein bisschen Ähnlichkeit zu meinem damaligen Idol Harry Potter zu haben. Doch mit der Zeit nervte mich die Brille zunehmend. Nicht nur, dass sie beim Spielen mit den Freunden zwei Mal zu Bruch ging. In den Wintermonaten beschlug sie häufig beim Betreten von Räumen. Auch bei meiner großen Leidenschaft – dem Fußball – wurde die Sehhilfe mehr und mehr zu einem Ärgernis. Denn je höher es in den Jugendmannschaften ging, desto mehr nahm die Körperlichkeit zu. Ich entschied mich damals aus optischen Gründen gegen eine Sportbrille und spielte stattdessen komplett ohne. Doch als aus meinen anfangs minus 1,25 Dioptrien mit der Zeit auf dem linken Auge minus 3,5 wurden, war das keine Alternative mehr.

Augenklinik Ahaus berät Patienten intensiv

Also ließ ich mich beim Optiker zum Thema Kontaktlinsen beraten. Zwar musste ich mich an den (weichen) Fremdkörper im Auge etwas gewöhnen, aber die Lösung war zunächst zufriedenstellend. So zufriedenstellend, dass ich anfing, auch im Alltag Kontaktlinsen zu tragen. Doch auch da dauerte es nicht lange, bis die nächsten Probleme sich auftaten. Meine Augen vertrugen es nicht, wenn ich die Kontaktlinsen länger als ein paar Stunden trug. An die harten Linsen, die mir anschließend empfohlen wurden, gewöhnte ich mich nie. Also wieder zurück zur Brille.

Je älter ich wurde, desto unzufriedener – und wahrscheinlich auch eitler – wurde ich jedoch. Also begann ich vor einigen Jahren, mich mit dem Thema „Augenlasern“ zu befassen. Schnell stellte ich fest, wie komplex dieses Thema ist und es nicht die eine Methode gibt, die für jeden das Leben ohne Brille ermöglicht.

Also suchte ich Rat bei „Experten“ – zunächst im Internet. Doch selbst mir als Laie wurde schnell klar, dass hier vor allem gefährliches Halbwissen verbreitet wird. Also vereinbarte ich einen Termin in der Augenklinik Ahaus. Hier hatte schließlich vor mittlerweile 19 Jahren alles seinen Anfang genommen.

Etwas Sorge hatte ich beim ersten Beratungsgespräch dennoch. Kommen die Methoden, die in der Infobroschüre aufgeführt werden, für mich überhaupt infrage? Eine Stunde nahmen die Mitarbeiter der Augenklinik Ahaus mich und meine Augen im wörtlichen Sinne unter die Lupe.

Zunächst stand ein sogenannter objektiver Sehtest auf dem Programm. Anders als beim anschließenden subjektiven Sehtest muss der Patient hier nicht vorlesen, ob er Buchstaben oder Zahlen noch lesen kann. Der Autorefraktometer gibt dem Augenoptiker eine erste Auskunft über die Sehfähigkeit der Augen.

Bei Femto-LASIK darf die Hornhaut nicht zu dünn sein

Anschließend ging es für mich eine Station weiter. Der Augenoptikermeister führte erneut einige Messungen durch: Hornhautdicke, Augenlänge, Pupillengröße, Augeninnendruck... Vor allem bei der Hornhautdicke zitterte ich ein wenig vor dem Ergebnis. Denn für die sehr unkomplizierte Standard-Methode „Femto-LASIK“ darf die Hornhaut nicht zu dünn sein.

So war die Erleichterung groß, als Augenarzt dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl Entwarnung geben konnte und mir mitteilte, dass ich für die LASIK-Methode geeignet sei. Schon wenige Wochen später erhielt ich den Termin für die OP.

Mit zugegeben schwitzigen Händen saß ich am großen Tag im Wartebereich der Augenklinik Ahaus. Doch die Mitarbeiterinnen verstanden es, mir frühzeitig jede Angst zu nehmen. Es sei ein Routine-Eingriff, der schon tausende Male in Ahaus durchgeführt worden sei.

Dipl.-Ing. (FH) Matthias Müller (l.) und dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl (M.) führten den Eingriff bei Johannes Schmittmann (liegend) erfolgreich durch.

Dipl.-Ing. (FH) Matthias Müller (l.) und dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl (M.) führten den Eingriff bei Johannes Schmittmann (liegend) erfolgreich durch. © dasdas

Dipl.-Ing. (FH) Matthias Müller und dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl begrüßten mich persönlich, bevor sie mich in die vertrauensvollen Hände der OP-Helferinnen übergaben. Per Tropfenanästhesie wurden meine Augen vor dem Eingriff örtlich betäubt. Dann ging es in den OP-Saal, wo ich mich flach hinlegen durfte. Meine Augen wurden mit einem Lidhalter offen gehalten. Dann ging alles ganz schnell.

Ich folgte den Anweisungen von dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl und fixierte das helle Licht. Nur für rund 20 Sekunden wurde es etwas unangenehm. „Das ist normal. Das Auge wird nun mit einem Saugring fixiert“, erklärte mir dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl. Nun begann die entscheidende Phase. Mit dem sogenannten Femto-Laser musste die oberste Hornhautschicht präpariert und zur Seite geklappt werden, bevor die Hornhautabtragung beginnen konnte. Das teilweise abgelöste Hornhautscheibchen wurde wie eine Buchseite nach oben weggeklappt. Anschließend „schliff“ dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl die Hornhaut innerhalb des freigelegten Bereichs mithilfe des Lasers. Nach der Behandlung, die insgesamt nur wenige Minuten dauerte, wurde das Hornhautscheibchen in seine ursprüngliche Lage zurückgeklappt. „Es saugt sich von selbst fest und muss nicht angenäht werden“, erklärte mir dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl. Insgesamt verbrachte ich keine halbe Stunde im OP-Saal.

Schnelles Ergebnis durch Laser-Behandlung in derAugenklinik Ahaus

Das Überraschende: Schon beim Verlassen des Gebäudes merkte ich, wie scharf ich plötzlich sehen kann. Meine Augen tränten zwar stark und die Sonne blendete mich trotz Sonnenbrille, aber das Ergebnis war sofort erkennbar. Zu Hause gönnte ich mir viel Ruhe und widerstand dem Impuls, mir die Augen zu reiben. Denn obwohl ich zu keiner Zeit Schmerzen verspürte, begleitete mich das Fremdkörpergefühl doch einige Tage. Das regelmäßige Tropfen beider Augen half da allerdings sehr.

Zum Ergebnis: Noch am Tag der Operation konnte ich abends ohne Brille Fernsehen schauen. Die Lichtempfindlichkeit ließ nach 24 Stunden nach. Die Nachkontrolle am Folgetag ergab, dass alles perfekt verlaufen ist. Eine Woche später suchte ich die Augenklinik Ahaus ein weiteres Mal auf. Hier wurde mir bestätigt, was ich subjektiv empfand: Die Sehkorrektur war erfolgreich. Bei der Abschlussuntersuchung im Folgemonat erhielt ich dann die makellosen Werte: 0 Dioptrien auf beiden Augen, 100 Prozent Sehstärke.

Informationen und Kontakt

Augenklinik Ahaus
Am Schloßgraben 13
48683 Ahaus
Tel.: (02561) 95 55 5
Web: www.augenklinik.de