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Ein Job mit Abwechslung

Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker

Alexander Nagel lernt bei der Heisel & Heiner Th. Jende GmbH & Co. Kfz KG in Unna-Königsborn derzeit das Handwerk des Kfz-Mechatronikers.

31.07.2020, 18:08 Uhr / Lesedauer: 3 min
Fast am Ende der Lehrzeit: Alexander Nagel befindet sich bereits im vierten Ausbildungsjahr zum Kfz-Mechatroniker.

Fast am Ende der Lehrzeit: Alexander Nagel befindet sich bereits im vierten Ausbildungsjahr zum Kfz-Mechatroniker. © Starb

Wenn die Kunden zu Alexander Nagel und seinen Kollegen kommen, dann gibt es in der Regel ein Problem zu lösen. Und dieses Problem dreht sich dann um einen der beliebtesten Gebrauchsgegenstände der Deutschen: das Auto. Denn der 22-Jährige befindet sich in der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker – und steht dabei schon kurz vor dem Ende. „Ich bin im vierten Lehrjahr“, berichtet er. Dieses Lehrjahr steht für ihn jedoch nicht mehr vollständig an, da die Ausbildung nach 3,5 Jahren endet.

Doch beim Blick auf seine Arbeit merkt man schnell, dass er in den vergangenen Jahren viele Fähigkeiten und noch mehr Wissen mitgenommen hat. Gibt es ein Problem im Motorraum, begibt er sich ebenso gekonnt auf Fehlersuche wie er nur wenig später Reifen, Bremsen und Aufhängung bei einem weiteren Fahrzeug überprüft.

Vielseitigkeit prägt den Berufsalltag

Für Alexanders Arbeitsalltag sind diese Arbeiten keine Besonderheit: „Ein typischer Arbeitstag bei mir sind in der Regel Wartungen. Verschleißteile wie zum Beispiel Bremsen, Ölwechsel oder so ähnliche Arbeiten. Die kommen sehr oft vor“, gibt er einen ersten Einblick in die Vielseitigkeit seines Berufes.

Diese Vielseitigkeit sorgt dann auch für Herausforderungen. Denn obwohl Probleme oft ähnlich sind und man anhand der Beschreibungen durch die Kunden meist schon einen ersten Hinweis auf die Ursache erhält, gibt es doch immer wieder auch besondere Fälle. „Umbauten oder der Einbau von anderen Bauteilen sind dann schon eher eine Herausforderung.“

Diese Aufgaben schätzt der 22-Jährige dann aber ebenso sehr wie die Abwechslung in seinem Beruf. „Man lernt in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen. Egal, ob es Mechanik, Elektrik, die Bearbeitung von Metall, die Bearbeitung von Holz oder Ähnliches ist. Der Beruf ist schon sehr umfangreich und in jedem Bereich ist man eigentlich gefordert“, fasst er die vielen Aufgabenfelder zusammen. In der Werkstatt seines Lehrbetriebs kann man dann auch direkt ganz sehen, was er damit meint. Gerade eben noch hat Alexander sich mit dem Motorraum eines Fahrzeugs beschäftigt, schon löst er seinen Kollegen ab, der den Unterboden eines weiteren Autos kontrolliert.

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Traumberufe: Kfz-Mechatroniker

Dabei hilft dann auch die Technik weiter – in diesem konkreten Fall die Hebebühne. Zwar muss Alexander sich manchmal etwas ducken, aber in der Regel kann er auch unter den Fahrzeugen aufrecht stehen. So geht die Arbeit deutlich leichter von der Hand. Und so gibt es für jedes Problem seine eigene Herangehensweise und die passenden Hilfsmittel. So wird dann auch die Arbeit an einer Bremse zum Kinderspiel, wenn man die richtigen Werkzeuge kennt.

Dass Alexander diese Werkzeuge kennt, beweist er beim Gang durch die Werkstatt. Mal hat er den Ratschenschlüssel in der Hand, dann wieder die Lampe für die bessere Kontrolle von verdeckt liegenden Bereichen, dann wieder hilft das Schmieröl weiter. Das Ergebnis ist überall gleich: Was vorher noch ein Problem war, ist anschließend behoben.

Viele Gründe für den Ausbildungsberuf

Für Alexander standen bei der Entscheidung für seine Ausbildung verschiedene Aspekte im Vordergrund: „Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil man durch diesen großen Bereich der Arbeiten auch im privaten Leben sehr gut aufgestellt ist. Man kann sich sehr oft selbst helfen, wenn man mechanische oder technische Probleme hat. Man muss nicht immer direkt zum Fachmann rennen, weil man selbst ein Fachmann wird“, fasst er die Vorteile seines Berufes zusammen.

„Man kann selbst mal Hand anlegen“

Und dieser Beruf kann mitunter auch ein Hobby sein –nämlich dann, wenn man sich auch in der Freizeit mit Autos beschäftigt. „Wenn man sich für Autos interessiert, ist es natürlich auch schön, wenn man weiß, wie was funktioniert und man auch selbst mal Hand anlegen kannt.“ In Summe bekräftigen diese verschiedenen Faktoren Alexander immer wieder aufs Neue, sich für den richtigen Beruf entschieden zu haben. Und zugleich sind sie für ihn auch die besten Gründe, um selbst die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker anzufangen.

DAS HANDWERK IN ZAHLEN UND FAKTEN

  • Unsere Gesellschaft ist mobil: 2019 gab es allein knapp 47.716.000 Pkw.
  • Gibt es ein Problem mit dem Fahrzeug, kann man sich Hilfe beim Kfz-Betrieb des Vertrauens holen. Bundesweit gab es zum Stichtag im Januar insgesamt 33.600 Betriebe.
  • In den Betrieben arbeiteten rund 439.000 Berufstätige. Neben Kfz-Mechatronikern gehören dazu beispielsweise auch Kaufleute.
  • Ende 2019 gab es 71.700 Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker.
  • Im Bereich der Kraftfahrzeug-Innung Hamm-Unna Unna gibt es aktuell 153 Mitgliedsbetriebe. In ihnen lernen derzeit 323 Auszubildende alles Wissenswerte rund um ihren Beruf. 104 von ihnen befinden sich derzeit noch in ihrem ersten Lehrjahr.
  • Die monatliche Vergütung liegt im Bereich Innung zu Beginn bei maximal 640 Euro und steigt im zweiten Lehrjahr auf maximal 705 Euro. Im dritten Jahr sind es dann maximal 800 Euro und in den abschießenden Monaten des vierten Lehrjahrs sind es 885 Euro.
  • Die Ausbildungsdauer zum Kfz-Mechatroniker beträgt 3,5 Jahre. Zur Ausbildung gehört neben der Arbeit im Betrieb auch der Besuch der Berufsschule in Hamm, Werne und Unna.