Anzeige

Für Allergiker in Dortmund brechen harte Zeiten an

Start in die Heuschnupfensaison

Die Pollensaison hat begonnen: Der milde Winter lässt die Pollen mehr als vier Wochen früher fliegen.

18.03.2020, 11:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Harte Zeiten brechen für alle Pollenallergiker in Dortmund an: In diesem Jahr fliegen die Pollen deutlich früher.

Harte Zeiten brechen für alle Pollenallergiker in Dortmund an: In diesem Jahr fliegen die Pollen deutlich früher. © AOK/hfr.

Für Allergiker in Dortmund heißt das: Niesattacken, Schnupfen, tränende und rote Augen bis hin zu Atembeschwerden. Aber nicht nur das: Zusätzlich bereitet vielen Pollenallergikern der Genuss bestimmter Obst- und Gemüsesorten Probleme. Lippen, Zunge und Mundschleimhaut kribbeln, röten sich und schwellen an.

Die Symptome zeigen sich vor allem bei Menschen, die eine Allergie auf Frühblüher, also auf die Pollen von Birke, Erle und Hasel haben. „Wer unter einer Kreuzallergie leidet, sollte stets einen Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln werfen“, erklärt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Volkskrankheit

Allergien sind eine Volkskrankheit: Mindestens jeder vierte Bundesbürger erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Allergie – Tendenz steigend. Der sogenannte Heuschnupfen, eine Allergie gegen Pollen, trifft dabei am häufigsten auf. Wer allergisch auf Pollen ist, hat möglicherweise auch mit bestimmten Nahrungsmitteln Schwierigkeiten. Der Grund für eine solche Kreuzallergie ist die weit verzweigte Verwandtschaft der Pflanzen untereinander.

Welche Nahrungsmittel man nicht verträgt, hängt davon ab, auf welche Pollenarten man allergisch ist. Wer eine Allergie auf die Frühblüher Birke, Erle oder Hasel hat, kann auch auf Kernobst, Steinobst oder Nüsse allergisch reagieren. Oft spielt auch die Apfelsorte eine Rolle bei der Verträglichkeit. Alte Apfelsorten werden häufig besser vertragen. „Außerdem werden die allergieauslösenden Komponenten im Apfel durch Hitze zerstört“, sagt Kock.

Viele Allergiker vertragen problemlos Apfelkompott, Kirschkuchen oder Aprikosenmarmelade. Die allergenwirkende Struktur wird auch bei der Verarbeitung zerstört, sodass manche Obstsorte geschält, zerkleinert oder gerieben verzehrt werden kann. Bei Pollenallergikern, die auf Beifuß reagieren, können Kreuzreaktionen auf Sellerie und andere Gemüse wie Karotten oder Fenchel und auf Gewürze wie Anis, Kümmel oder Petersilie auftreten oder bei Haselpollenallergikern auf Haselnüsse.

Hier sind die Allergene weitgehend hitzestabil, sodass weder Verarbeiten noch Kochen eine wesentliche Änderung herbeiführen. Nicht nur die Nuss im Studentenfutter, sondern auch die im Kuchen oder in der Schokolade muss dann gemieden werden.