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Leiden Männer mehr als Frauen?

Gesundheits-Tipp

Ja, das stimmt. Wenn ein Mann krank ist, zum Beispiel mit einem grippalen Infekt, wird es für seine Umwelt häufig schwierig. Denn Männer leiden in der Regel mehr als Frauen.

12.02.2019, 19:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Leiden Männer mehr als Frauen?

Männer leider in der Regel mehr als Frauen. © AOK/hfr.

Forschungen der Universität Innsbruck haben ergeben, dass ein Grund dafür das Immunsystem des Körpers sein könnte.

Dies kann auf Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien mit einer unspezifischen und spezifischen Immunabwehr reagieren. Die spezifische Immunabwehr geht dabei gezielt gegen ganz bestimmte Krankheitserreger vor. Das ist sinnvoll, weil bei einer Grippe andere Immunzellen benötigt werden, als bei einer Darminfektion.

Der Nachteil dieser spezifischen Immunabwehr hat mit dem Faktor Zeit zu tun, denn der Körper braucht eine Weile, um die Millionen benötigter Abwehrzellen zu produzieren.

Der Unterschied zwischen der weiblichen und männlichen Immunabwehr scheint dabei hormonell bedingt: Während das weibliche Östrogen die Vermehrung der spezifischen Immunzellen unterstützt, wirkt das männliche Hormon Testosteron gegensätzlich – es unterdrückt die spezifische zelluläre Immunantwort. Und je höher der Testosteronspiegel ist, desto stärker scheint sich dies auszuwirken.

Doch wer so offensichtlich leidet, erhält in der Regel auch mehr Fürsorge und Zuwendung, wie heißen Tee, eine Wärmflasche und tröstende Worte, so die AOK-Präventionsexperten.