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Starke Schwankungen in der Pandemie

Mehr Ausgaben für Arzneimittel

In Westfalen-Lippe sind die Arzneimittel-Ausgaben gestiegen: 2020 verordneten niedergelassene Ärzte für die ca. 7,4 Mio. gesetzlich Versicherten Medikamente im Wert von über 4,6 Mrd. Euro.

01.06.2021, 08:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Arzneimittelausgaben in Westfalen-Lippe steigen weiter deutlich an. Grafik AOK

Die Arzneimittelausgaben in Westfalen-Lippe steigen weiter deutlich an. Grafik AOK © AOK

Das ist ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von fast 163 Millionen Euro (3,6 Prozent). Dies teilt die AOK NORDWEST auf Basis der aktuellen Statistiken des GKV-Spitzenverbandes mit.

„Kostentreiber sind nach wie vor die neuen patentgeschützten Arzneimittel, weil die Hersteller in Deutschland nach wie vor in den ersten zwölf Monaten den Preis ihres neuen Arzneimittels frei festlegen und Mondpreise dafür verlangen können. Setzt sich dieser Trend weiter fort, wird die Entwicklung der Preise für die Finanzen der Krankenkassen in Zukunft noch bedrohlicher“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Starke Ausgabenschwankungen

Auffällig ist, dass die Corona-Pandemie zu starken Ausgabenschwankungen bei den Arzneimitteln geführt hat. „Zu Beginn der Corona-Pandemie haben sich chronisch Kranke und andere Risikogruppen mit Medikamenten für die folgenden Monate bevorratet.

Viele wollten den Arztbesuch vermeiden und damit ein Infektionsrisiko mit dem Coronavirus möglichst gering halten“, so Ackermann. Dieser Vorzieheffekt habe sich im Laufe des Jahres aber wieder relativiert.