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Wenn der Nachwuchs krank ist

Kinderpflege-Krankengeld

Noch immer übernehmen in Westfalen-Lippe mehr Mütter als Väter die Pflege ihres erkrankten Kindes.

20.03.2019, 08:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noch immer übernehmen in Westfalen-Lippe mehr Mütter als Väter die Pflege ihres erkrankten Kindes.

Noch immer übernehmen in Westfalen-Lippe mehr Mütter als Väter die Pflege ihres erkrankten Kindes. © AOK/hfr.

Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NORDWEST erhielten im vergangenen Jahr über 26.300 Mütter Kinderpflege-Krankengeld. Deren Anteil liegt damit bei fast 80 Prozent aller Fälle. Dagegen übernahm nur etwa jeder fünfte Vater die Pflege des Kindes.

Insgesamt reichten 2018 über 33.200 AOK-Versicherte einen Antrag für das Kinder-pflege-Krankengeld ein. Im Durchschnitt blieb ein Elternteil pro Krankheitsfall 2,2 Tage zu Hause. „Wenn Kinder plötzlich krank sind und zu Hause betreut werden müssen, können viele berufstätige Eltern nicht zur Arbeit gehen. In diesen Fällen springen die gesetzlichen Krankenkassen finanziell ein, wenn der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung leistet“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Allein im letzten Jahr zahlte die AOK in der Region Westfalen-Lippe dafür über 3,8 Millionen Euro an ihre Versicherten.

Die Pflege eines erkrankten Kindes ist ein triftiger Grund für den Arbeitnehmer, der Arbeit fernzubleiben. Der Arbeitgeber muss seinen Mitarbeiter von der Arbeit freistellen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. „Um den Verdienstausfall auszugleichen, unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen berufstätige Eltern dann mit dem so genannten Kinderpflege-Krankengeld“, erklärt AOK-Chef Ackermann.

Voraussetzung ist, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind pflegen kann. Außerdem muss der Arzt bescheinigen, dass das Kind betreut werden muss. Weitere Infos auch im Netz unter aok.de/nw Rubrik ‚Familie‘.

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