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„Ich muss es im Spiegel sehen“

Die Suche nach dem Brautkleid

Julia, Braut der Dorstener Traumhochzeit 2019, hatte im Hochzeitshaus Haltern am See die Qual der Wahl. Doch am Ende konnte die 35-Jährige ihre Favoriten eingrenzen.

05.03.2019, 11:23 Uhr / Lesedauer: 3 min
Julia probierte acht Kleider an. Das fünfte Kleid gefiel auch Freundin Julia und Schwester Anna (v.r.).

Julia probierte acht Kleider an. Das fünfte Kleid gefiel auch Freundin Julia und Schwester Anna (v.r.). © Ralf Pieper

Julia kam mit ziemlich klaren Vorstellungen in das Hochzeitshaus Haltern am See. „Ich habe ein Foto mitgebracht“, erklärte sie Mitarbeiterin Anja Vahnstiege. Leichter Tüllstoff, nicht zu eng anliegend, wenig Glitzer, Blüten in 3D-Form – soweit die Vorstellungen von Julia, Braut der Dorstener Traumhochzeit 2019, die einen Gutschein für ihr Brautkleid im Wert von 850 Euro gewonnen hat.

Anja Vahnstiege hat die Braut beraten.

Anja Vahnstiege hat die Braut beraten. © Ralf Pieper

„Kleid ist nicht gleich Kleid“, erklärte Anja Vahnstiege der Braut und ihren Begleiterinnen. Denn Julia hatte mit Mama Leni, Schwester und Trauzeugin Anna, Schwiegermutter Antonia und Freundin Julia tatkräftige Unterstützung mitgebracht – natürlich allesamt aufgeregt. „Ich schlage vor, dass wir in Ruhe einfach ein paar Kleider anprobieren. So finden wir heraus, was Ihnen am besten steht.“ Eine gute Idee, befand auch Julia: „Eigentlich bin ich gar nicht so der Kleid-Typ. Daher weiß ich auch nicht, ob mir Kleider wie auf dem Foto überhaupt stehen. Ich muss es im Spiegel sehen.“

Braut Julia (hinten l.) brachte Unterstützung mit in das Hochzeitshaus: Schwester und Trauzeugin Anna,  Mama Leni, Freundin Julia und Schwiegermutter Antoni (v.l.).

Braut Julia (hinten l.) brachte Unterstützung mit in das Hochzeitshaus: Schwester und Trauzeugin Anna, Mama Leni, Freundin Julia und Schwiegermutter Antoni (v.l.). © Ralf Pieper

Gemeinsam wurden schließlich einige Kleider aus dem großen Sortiment des Hochzeitshauses Haltern am See rausgesucht. „Ich glaube, dass ich keine Schnürung oder Knöpfe möchte. Besser wäre ein Reißverschluss“, stellte Julia fest. Kein Problem für Anja Vahnstiege: „Oftmals dienen die Knöpfe aber auch nur einem dekorativen Zweck – und es befindet sich ein Reißverschluss versteckt darunter.“ Pfiffig, fanden auch die Begleiterinnen, die im Übrigen auch ein Kleid zum Anprobieren aussuchen durften.

Julia wartete auf das erste Kleid.

Julia wartete auf das erste Kleid. © Ralf Pieper

Und schon ging es mit dem ersten Kleid los und Julia verschwand in der Umkleidekabine. Zuerst präsentierte sie ein Kleid in der Trendfarbe vintage-gold. „Das ist gerade sehr angesagt, ebenso wie Kleider in zartrosa“, so Anja Vahnstiege. Doch die Braut war nicht sonderlich angetan, was allerdings nichts mit der Farbe zu tun hatte: „Ich finde es an der Hüfte zu breit und das Oberteil könnte länger sein. Aber von hinten gefällt es mir schon sehr gut.“ Anja Vahnstiege dazu: „Ein tiefer Rücken mit Spitze oder gar Tattoo-Optik sind sehr modern – insbesondere auch in Kombination mit zart fließenden Röcken. Denn natürlich steht bei den Bräuten auch die Bequemlichkeit im Vordergrund. Immerhin will man sich den kompletten Hochzeitstag auch wohlfühlen. Dazu gehört, dass sich das Kleid gut tragen lässt.“

Das erste Kleid gefiel der Braut noch nicht so gut.

Das erste Kleid gefiel der Braut noch nicht so gut. © Ralf Pieper

Auch Julia möchte sich in ihrem Kleid gut fühlen. Daher ging es direkt weiter mit dem zweiten Kleid, das dem mitgebrachten Foto sehr ähnelte. „Dieses Kleid fällt unglaublich schön“, sagte Mama Leni. „Aber der Ausschnitt ist mir zu heftig“, erwiderte die Braut.

Das dritte Kleid gefiel der Braut schon mal ganz gut.

Das dritte Kleid gefiel der Braut schon mal ganz gut. © Ralf Pieper

Also kam man direkt zum nächsten Modell. Und Kleid Nummer drei sorgte dann endlich für den gewünschten Wow-Effekt. „Das kommt auf jeden Fall in die engere Auswahl. Es fällt wirklich ganz toll und macht eine super Figur. Allerdings ist es mir fast etwas zu tüllig“, gab Julia zu bedenken. Doch kein Problem für Anja Vahnstiege: „Wir können unter der Spitze eine Lage Tüll entfernen. Daher hängen wir es mal nicht allzu weit weg.“

Das dritte Kleid gefiel auch Schwester Anna.

Das dritte Kleid gefiel auch Schwester Anna. © Ralf Pieper

Zügig ging es mit dem vierten Kleid weiter. Das Fazit der Braut: „Jetzt hatte ich auch mal ein Kleid mit Perlenbesetzung an und weiß, dass ich das nicht mag. Das nächste Kleid bitte!“

Dieses Kleid hatte zu viele Perlen.

Dieses Kleid hatte zu viele Perlen. © Ralf Pieper

Kleid Nummer fünf löste dann wiederum Begeisterung aus. „Ein super Ausschnitt. Auch das Muster gefällt mir und die Träger sind toll. Nur ich möchte keine Schleppe. Kann man die abschneiden?“, fragte die 35-Jährige. Anja Vahnstiege: „Das Kleid stammt aus unserer eigenen Kollektion. Daher können wir ohne Probleme alles so ändern, wie Sie sich das wünschen. Kommt es in die engere Auswahl?“ Eine glasklare Entscheidung: „Auf jeden Fall“, so die Braut.

Das fünfte Kleid kam in die engere Auswahl.

Das fünfte Kleid kam in die engere Auswahl. © Ralf Pieper

Mit Kleid Nummer sechs kam Glitzer ins Spiel. Aber wie zuvor mit den Perlen, sorgte auch Glitzer nicht für Jubel bei der Braut: „Das ist mir zu viel!“ Schwester Anna ergänzte: „Du siehst damit ein bisschen so aus wie Elsa in dem Film ‚Die Eiskönigin‘.“ Auch das siebte Kleid war schnell abgehakt: Die Farbe rosa kam nicht so gut an. „Aber ich finde es gut, verschiedene Stilrichtungen zu probieren. Sonst weiß man ja nicht, was einem steht“, sagte Julia. Kleid Nummer acht war ihr hingegen zu brav: „Außerdem passt es nicht zu meinen Tattoos.“

Dieses Kleid harmonierte nicht mit den Tattoos.

Dieses Kleid harmonierte nicht mit den Tattoos. © Ralf Pieper

Und so wurden die beiden Favoriten nochmal anprobiert – also die Kleider drei und fünf. Im direkten Vergleich konnte sich schließlich das fünfte Kleid durchsetzen. Denn: „Die Spitze bei dem dritten Kleid gefällt mir gar nicht. Kleid Nummer fünf kann ich mir hingegen mit einigen Änderungen sehr gut vorstellen. Die Schleppe muss wie gesagt ab und außerdem hätte ich gerne etwas weniger Spitze. Sie soll von der Taille an nicht so weit runter laufen. Und der Ausschnitt am Rücken darf ruhig etwas größer sein.“

Die Inhaber Heike Stüfchen-Möller und Jochem Möller freuten sich über den Besuch von Braut Julia.

Die Inhaber Heike Stüfchen-Möller und Jochem Möller freuten sich über den Besuch von Braut Julia. © Ralf Pieper

Alles Änderungen, die machbar sind, wie Anja Vanstiege abschließend erklärte: „Unsere Schneiderin kann das genau so umsetzen.“ Eine tolle Nachricht für die Braut, die zufrieden das Hochzeitshaus Haltern am See verließ: „Ich möchte die Eindrücke erst einmal sacken lassen und mich dann später endgültig entscheiden.“

Mehr Informationen über das Hochzeitshaus Haltern am See gibt es auf der Homepage des Unternehmens. www.hochzeitshaus-halternamsee.de