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Ohne Handwerk geht es nicht

Region Zukunft

Innovationen, gesellschaftliches Engagement, Qualifizierung und Weiterbildung: Das Handwerk gestaltet die Zukunft.

29.10.2019, 10:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ohne Handwerk geht es nicht

Das Handwerk übernimmt auch gesellschaftliche Verantwortung – zum Beispiel mit einem Qualifizierungsprogramm für Flüchtlinge. © www.andreas-buck.de

Wenn etwas für die Stadt Dortmund typisch ist, dann der stete Wandel. Immer wieder schafft es die Westfalenmetropole, sich mit spannenden Projekten neu zu erfinden und Menschen zu begeistern. Dazu trägt das Handwerk ganz maßgeblich bei: Mit mehr als 4220 Betrieben, in denen weit über 33.000 Auszubildende, Fachkräfte und Meister gute Arbeit leisten. Mit vielen Innovationen und der Umsetzung zahlreicher Bauvorhaben. Aber auch mit vielfältigem ehrenamtlichen Engagement. Ohne Handwerk geht es nicht! Weder hier noch in der gesamten Region Ruhr, wo im vorigen Jahr 287.500 Handwerker in 44.202 Betrieben einen Umsatz von rund 30,5 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.

Drei wochtige Faktoren für die Zukunft

„Handwerksunternehmen stehen für Qualitätsarbeit, Beschäftigung und Beständigkeit. Drei wichtige Faktoren für Zukunft“, sagt Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund. Dass just dieser Wirtschaftsbereich in der Debatte um Strukturwandel und Erneuerung, die von der Landesregierung im Rahmen der Ruhr-Konferenz angestoßen wurde, bislang keine nennenswerte Rolle spiele, erschließe sich ihm nicht. Schröder: „Im Ruhrgebiet wird weiterhin viel zu oft auf Großunternehmen und die Öffentliche Hand geschaut. Dabei wird vielfach unterschätzt, in welchem Maße gerade kleine und mittlere Betriebe zur Wirtschaftskraft beitragen. Auch, in welchem Umfang das Handwerk gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Zum Beispiel bei der Integration von Geflüchteten durch Arbeit und Ausbildung.“

Bei der HWK Dortmund habe man schon 2015 eine Flüchtlingsinitiative gestartet – zunächst aus Eigenmitteln finanziert, dann mit Unterstützung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Aus anfänglichen Einzelqualifizierungen sei ein siebenmonatiges, modulares Vollzeit-Qualifizierungsprogramm entstanden. „Seitdem sind wir durchgehend auf diesem Feld aktiv und haben in Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen 153 Teilnehmer in eine Ausbildung, Einstiegsqualifikation oder ein Praktikum vermittelt. In diesen Tagen startet nun der fünfte Projektdurchlauf.“

Passgenaue Unterstützung

Die Handwerksorganisation mit der Kammer Dortmund, fünf Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk und deren Innungen biete ihren Mitgliedern möglichst passgenaue Unterstützung an. „Wir haben drei große Themen, die uns intensiv beschäftigen: die Begeisterung junger Menschen fürs Handwerk, die Fachkräftesicherung und die Modernisierung der Bildung für die digitale Zukunft“, betont der Präsident. Parallel dazu würden Betriebsübergaben eine immer größere Rolle spielen. „Wir können ein großes Portfolio anbieten, das in unterschiedlichsten Bereichen speziell auf die Bedarfe kleiner und mittlerer Betriebe zugeschnitten ist. Unser Berater-Team hilft individuell und zielorientiert weiter.“

Ohne Handwerk geht es nicht

Das Handwerk übernimmt auch gesellschaftliche Verantwortung – zum Beispiel mit einem Qualifizierungsprogramm für Flüchtlinge. © Handwerk digital

Für die Zukunft begeistern möchte man die rund 20.000 Unternehmen aber auch mit großen Events wie „Handwerk digital“ – eine Kooperationsveranstaltung mit Handwerk.
NRW, dem Kompetenzzentrum digitales Handwerk und der IHK zu Dortmund, die einmal im Jahr stattfindet. Dieses Mal, Anfang Juli, erlebten Besucher ein Happening mit 80 Ausstellern aus ganz Deutschland. Sie zeigten, was sie rund um die Digitalisierung zu bieten haben. Dazu zählten etwa Exoskelette, virtuelle Schweißtrainer, Podcasts oder auch IT-Services.

Schröder: „Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens hängt davon ab, wie stark es sich an die neuen Entwicklungen anpasst. Dem tragen wir in unseren Bildungsstätten mit modernsten Ausstattungen und Lerninhalten Rechnung. Das ist ein sehr wichtiger Baustein, nicht nur mit Blick auf die zeitgemäße Qualifizierung der Fachkräfte von morgen, sondern auch in Bezug auf die Attraktivität der beruflichen Bildung, die wir in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich stärken wollen.“

www.hwk-do.de