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Stressbewältigung oder „ein falscher Biss“

Zum Zähneknirschen

Fast jeder Dritte knirscht nachts mit den Zähnen. Stress, so wird heute angenommen ist die Hauptursache für das Zähneknirschen und zugleich ein Ventil für die Stressbewältigung.

06.03.2019, 14:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stressbewältigung oder „ein falscher Biss“

© Dr. Schlotmann

Jeder Mensch reagiert anders auf übermäßigen Stress. Manche bekommen ein Magengeschwür oder Bluthochdruck, weitere reagieren mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Andere knirschen mit den Zähnen und nehmen Redewendungen wie „Zähne zusammenbeißen“, „sich durchbeißen“ oder „Probleme durchkauen“ wirklich wörtlich.

Weitere Gründe können ein sogenannter „falscher Biss“ und fehlerhafte Zahnkontakte sein, die Hindernisse darstellen und ein Spielfeld für den Stressabbau sind. Die Folge des „Bruxismus“, wie das Knirschen in der zahnmedizinischen Fachsprache genannt wird ist die übermäßige Abnutzung und Verletzung der Zahnhartsubstanz. Die Zähne werden abgerieben, lockern sich oder brechen im Extremfall sogar ab, denn so groß ist die Kraft, die durch den Druck und das Reiben entsteht.

Außerdem können durch die hohe Belastung während des Knirschens Beschwerden in den Kiefergelenken und der Kaumuskulatur auftreten. Bei nächtlichem Knirschen fühlt sich der Kiefer morgens nach dem Aufwachen oft steif und ermüdet an und die Mundöffnung ist eingeschränkt. Viele betroffene Menschen haben das Gefühl, eine Art Muskelkater im Gesicht zu haben und müssen regelrecht Lockerungsübungen machen. Oft knirschen diese Menschen auch am Tage unbewusst weiter, was die Beschwerden verschlimmern kann.