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Telefonische Sprechstunde vom Klinikum Westmünsterland

Herzgesundheit

Chefarzt Dr. Alessandro Cuneo betont, dass Vorsorgeuntersuchungen auch in Zeiten von Corona wichtig sind. Am 14. April beantwortet er Ihre Fragen zur Herzbehandlung während der Pandemie.

09.04.2021, 10:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Chefarzt Dr. Cuneo steht den Leserinnen und Lesern der MLZ am Telefon Frage und Antwort.

Chefarzt Dr. Cuneo steht den Leserinnen und Lesern der MLZ am Telefon Frage und Antwort. © sinneswerk - Fotografie & Grafik

Offenbar aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bleiben derzeit viele Herzpatienten mit teils schwerwiegenden Symptomen zu Hause und scheuen den Weg ins Krankenhaus. Diese Scheu kann lebensgefährlich sein.

Die Problematik ist dem Stadtlohner Krankenhaus Maria-Hilf eine wahre Herzensangelegenheit und somit Schwerpunkt einer weiteren Telefonsprechstunde des Klinikums Westmünsterland zum Thema „Herzbehandlung während der Corona-Pandemie“.

Hören Sie auf Ihr Herz: Symptome nicht einfach ignorieren

„Ein Brustschmerz, den ich nicht ernst nehme, kann ein Infarkt, eine Lungenembolie oder auch schon ein Einriss der Hauptschlagader sein“, sagt Dr. Alessandro Cuneo, Chefarzt der 1. Medizinischen Klinik – Interventionelle Kardiologie im Stadtlohner Krankenhaus Maria-Hilf.

Ähnlich wie in vielen anderen deutschen Kliniken, erlebt auch der Herz-Experte immer wieder, dass Betroffene zu lange zögern, um sich genau untersuchen zu lassen. Die Patientinnen und Patienten, die dann verspätet kommen, seien oft schon in einem kritischen Zustand, der bei frühzeitiger Untersuchung hätte verhindert werden können.

Kein erhöhtes Infektionsrisiko in den Kliniken

Insbesondere bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Die Behandlungen solcher Notfälle werden natürlich auch während der Corona-Pandemie durchgeführt und keineswegs auf die lange Bank geschoben. Ein vielfach vermutetes erhöhtes Infektionsrisiko besteht dabei für die Patientinnen und Patienten nicht.

Denn es erfolgt eine strikte räumliche und personelle Trennung zwischen Patienten mit einer Coronavirus-Infektion und Patienten, die zum Beispiel wegen eines Herzeingriffs in die Klinik kommen. Insofern kann man sich auch in Corona-Zeiten ohne Bedenken in eine stationäre Krankenhausbehandlung begeben.

Strenge Hygienemaßnahmen bei Hausärzten und Kardiologen

Ähnliches gilt für Termine bei niedergelassenen Ärzten, bei denen ebenfalls strenge Hygienemaßnahmen vorgeschrieben sind. In vielen Fällen können Herzinfarkte und auch Schlaganfälle vermieden oder das Risiko dafür minimiert werden, wenn man regelmäßig in den eigenen Körper reinhört und den „Gesundheits-TÜV“ aufsucht, sprich die Vorsorge beim Facharzt wahrnimmt.

Jährlicher Check-up: vor allem für Risikopatienten wichtig

Menschen im Alter ab 50 Jahren - hier beginnt das individuelle Risiko allmählich zu steigen – sollten insbesondere bei Vorliegen von kardiovaskulären Risikofaktoren, mindestens einmal jährlich einen Check-up durchlaufen. Dieser dauert einen Vormittag und kann maßgeblich dazu beitragen, schwere Herz-Kreislauf Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Sie haben Fragen zum Thema?

Dann nutzen Sie gern die Spezialsprechstunde „Frag doch mal den Arzt“ und rufen den Herzspezialisten Dr. Alessandro Cuneo an. Am Mittwoch, 14. April, zwischen 14 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 02563/912 7777.

Weitere Informationen zum Klinikum Westmünsterland und den kardiologischen Behandlungen finden Sie unter www.klinikum-westmuensterland.de/fachabteilungen/kardiologie.