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Varusschlacht und Walderleben

Osnabrücker Land

Radfahren und Wandern im Osnabrücker Land: echter Naturgenuss und überraschend neue Begegnungen mit der Geschichte

28.03.2019, 21:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Varusschlacht und Walderleben

© Klaus Herzmann

Sehr schade: Die alten Römer hatten keine Augen für die Schönheit der Wälder am Wiehengebirge. Denn hier, im grünen Dickicht, griffen vor über 2.000 Jahren die Germanen an. Warum „Roms Legionen“ bis zum Jahre 9 nach Christus als unbesiegbar galten und warum sie es unter Varus‘ Führung nicht mehr waren, macht die Sonderausstellung im Museum und Park Kalkriese deutlich: Vom 30. März bis 3. November 2019 zeigt sie Dioramen mit Tausenden handbemalten Zinnlegionären, sie präsentiert die Kleidung und Panzerung römischer Legionäre und sie ermöglicht es Besuchern, diese Ausrüstung anzulegen und zu testen. Details zur Schlacht gegen die Germanen liefert die jederzeit sehenswerte Dauerausstellung. Einen lebendigen Eindruck von Alltag und Militär des 1. Jahrhunderts vermitteln am Pfingstwochenende hunderte Darsteller in originalgetreuen Kostümen bei den „Römer- und Germanentagen“.

Echter Wandergenuss auf dem Ahornweg

Die Schönheit der Wälder in den nordwestlichsten Mittelgebirgen genießen Gäste heute ganz entspannt und auf überraschend vielfältigen Wegen. Den „echten“, traditionellen Wanderspaß gibt es zum Beispiel auf dem Ahornweg. Der Klassiker führt gut 100 Kilometer weit ab Bad Iburg über die Höhen des Teutoburger Waldes. Das frische Grün der Bäume über sich, den Jahrmillionen alten Fels und Muschelkalk unter den Sohlen, genießen Wanderer die herrlichen Landschaften am Übergang zur Weite des Nordens.

Der Weg zu den Wipfeln

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Aktivurlaub im Osnabrücker Land

29.03.2019
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Radfahren und Wandern im Osnabrücker Land© Klaus Herzmann
Radfahren und Wandern im Osnabrücker Land© Klaus Herzmann
Radfahren und Wandern im Osnabrücker Land© Melanie Schnied
Radfahren und Wandern im Osnabrücker Land© Klaus Herzmann
Radfahren und Wandern im Osnabrücker Land© Next Choice (ArunArtz)
Radfahren und Wandern im Osnabrücker Land© Joachim Grothus

Die Natur und die Geschichte dieser Landschaften lernen Aktiv-Urlauber eigentlich überall kennen – vor allem jedoch in Bad Iburg. Erstens im TERRA.vita-Pavillon, dessen Ausstellung 300 Millionen Jahre Erdgeschichte im Natur- und UNESCO Geopark vor Augen führt. Ein Bronze-Relief des Parkgebiets zeigt neben geologischen Formen die Fundorte der Fossilien, die in den Vitrinen ausgestellt sind.

Zweitens geht es am Pavillon rund 30 Meter in die Höhe: Auf dem fast 450 Meter langen Baumwipfelpfad erleben Besucher den Wald aus völlig neuer Perspektive – das frische Grün der Bäume unter den Sohlen und nur den freien Himmel über sich.

Erneut vier Sterne für die Grenzgängerroute

Viele weitere Wege schaffen spannende Verbindungen zwischen menschlicher und Erd-Geschichte, zwischen Kultur und Natur. Der DiVa Walk und die DiVa-Tour zum Beispiel verbinden für Wanderer und Radler das Varusschlacht-Museum mit den versteinerten Saurierfährten in Bad Essen.

Die Osnabrücker Rund-Tour führt aus der historischen Altstadt unweigerlich in den TERRA.vita-Geopark, denn schließlich ist Osnabrück die einzige deutsche Großstadt, die von einem Naturpark umschlossen ist. Die Grenzgängerroute Teuto-Ems schließlich wurde in diesem Jahr zum wiederholten Mal von den Fahrrad-Fachleuten des ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet. Der rund 150 Kilometer lange Rundweg kreuzt im Osnabrücker Land, im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe ein Dutzend historische Grenzen, durchquert die Naturlandschaften zwischen den Emsauen und dem Teutoburger Wald und steuert zwölf liebenswerte Städte und Orte an.

Die stehende Wellein der Altstadt

Wie und warum sich Grenzen änderten, lässt sich auch abseits der Route eindrucksvoll erleben: im Osnabrücker Rathaus, wo der Westfälische Frieden ausgehandelt und verkündet wurde. Das spätgotische Haus zählt zu den zahlreichen Baudenkmälern der Friedensstadt, die heute zudem als Shopping-Stadt geschätzt wird. Die neuste Attraktion ist die Indoor-Surfanlage „Hasewelle“ des Modehauses „Lengermann und Trieschmann“. Im L&T-Sporthaus pumpen sechs Turbinen bis zu 18.000 Liter Wasser pro Sekunde so durch ein Becken, dass sich eine stehende Welle bildet.

Und nach dem Shoppen, Wandern oder Radeln? Erlebt man echte Gastlichkeit. In den Ferienhäusern des Germanenlands im Alfsee Ferien- und Erholungspark zum Beispiel nächtigen Gäste mit modernem Komfort aber im Ambiente der alten Germanen. Vom Varusschlacht-Museum führt die neue, 16 Kilometer lange Germanen-Route hierher – für alle, die Augen haben für die Schönheit der Wälder am Wiehengebirge.

Info

Tourismusverband Osnabrücker Land e.V.
Herrenteichsstraße 17+18
49074 Osnabrück
Tel. (0541) 3234567
service@osnabrueckerland.de
www.osnabruecker-land.de