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Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele

Die Ursprünge der genossenschaftlichen Idee

Die Dortmunder Volksbank ist anders als andere Banken. Denn aus Kundinnen und Kunden können hier Mitglieder werden. Mitglieder, die den Kurs des Geldhauses aktiv mitgestalten.

09.09.2019, 12:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele

© Shutterstock

Diese demokratische Organisation ist ein wichtiger Teil der „DNA“ der größten Volksbank in NRW. Hinzu kommen – wie bei allen Genossenschaftsbanken – die starke lokale Verankerung sowie die enge Zusammenarbeit mit Partnern im gesamten Bundesgebiet. Die Grundlage für dieses Erfolgsmodell bildet die im 19. Jahrhundert entstandene Genossenschaftsidee mit ihren drei Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung.

Unterstützung für Menschen und Unternehmen

„Bei uns geht es nicht darum, Geld in ferne Bankentürme zu stecken. Stattdessen unterstützen wir die Menschen und Unternehmen hier vor Ort. Mit unserer Hilfe können Betriebe in ihre Zukunft investieren und Häuslebauer sich den Wunsch nach einem Eigenheim erfüllen. Außerdem engagieren wir uns in ganz unterschiedlicher Weise für die Region, in der wir tätig sind. Bei der Entscheidung, wo und wie wir das tun, spielen unsere Mitglieder eine entscheidende Rolle“, so Carsten Jäger, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Dortmunder Volksbank.

Damit beschreibt Jäger einen – für viele Mitglieder der Bank – wesentlichen Grund, warum sie Anteilseigner ihrer Genossenschaftsbank geworden sind. Denn bei der Dortmunder Volksbank haben sie Stimmrechte, mit denen sie sich an der „Vertreterwahl“ beteiligen können. Die dabei Gewählten wiederum treffen sich einmal im Jahr zur Vertreterversammlung. Dort legen sie unter anderem den Jahresabschluss fest, entscheiden, wie der Reingewinn der Bank verwendet wird und bestimmen die Besetzung der Kontrollgremien.

Mitbestimmung ist elementar

Diese Art der Mitbestimmung ist elementar und spiegelt die Überzeugung der beiden Gründungsväter der Genossenschaftsbanken, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, wider. Seit über 160 Jahren orientieren sich die „Volksbanker“ an ihrem Leitspruch „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“. Und auch wenn sich das Genossenschaftsmodell seit seiner Einführung in vielen Bereichen der Wirtschaft etabliert hat, bilden die Volks- und Raiffeisenbanken mit etwa 30 Millionen Kunden und über 18,5 Millionen Mitgliedern die größte genossenschaftliche Gruppe in Deutschland.

Sie eint die klar definierten Wertvorstellungen und das Prinzip der drei „S“: Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Die Bedeutung all dessen spiegelt sich auch darin wider, dass die Genossenschaftsidee seit November 2016 zum UNESCO-Kulturerbe gehört. Sie wurde in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ aufgenommen.

Mitgliederförderaktion

Zurück im Heute zeigen sich die Ideen und Wertvorstellungen der Gründerväter beispielsweise in der „Mitgliederförderaktion“. Diese wird jedes Jahr aufs Neue im Marktbereich der Dortmunder Volksbank, zu dem neben Dortmund auch Hamm, Unna, Schwerte und Castrop-Rauxel gehören, durchgeführt. Bei der Mitgliederförderaktion hat jede „Genossin“ und jeder „Genosse“ die Möglichkeit, ein Projekt, einen Verein oder eine Institution für die Förderung durch das genossenschaftliche Institut vorzuschlagen.

Eine unabhängige Jury aus Mitgliedern der Bank entscheidet dann, wohin das Geld fließen soll. Im Jahr 2019 profitierten auf diese Weise rund 230 gemeinnützige Vereine und Projekte, die sich insgesamt fast 170.000 Euro teilten. „Mit dabei waren unter anderem Kindergärten, Jugendfeuerwehren und Sportvereine“, zeigt Jäger die Bandbreite auf.