Im BMW 318ti nahm das Fahrer-Gespann Niklas und Guido Möller die Rallye Bad Emstal unter die Räder. © Stephan Meckel
Motorsport

Ahauser Rallyeteam Möller sichert sich die Vizemeisterschaft

Die Brüder Niklas und Gerrit Möller haben in der Nachwuchsförderung des ADAC die Vizemeisterschaft gewonnen. Zudem nahmen Niklas und Guido Möller im BMW 318ti die Rallye Bad Emstal unter die Räder.

Im Rahmen des ADAC Weser-Ems Cups standen für Niklas und Beifahrer Gerrit Möller kürzlich die letzten vier Läufe des Jahres an.

Mit einer soliden Leistung fuhr das Duo zunächst auf den zweiten Platz vor. Mit diesem Ergebnis war das Team zufrieden. Dennoch galt für den nächste Lauf, das Tempo noch einmal zu steigern, um den ersten Platz folgen zu lassen.

Dreck in der Bremszone

Nach einer ersten Prüfung am absoluten Limit lag das Team mit über neun Sekunden Vorsprung in Führung. Das sollte ins Ziel gebracht werden. Mit einer kontrollierten Fahrt schien der Sieg in greifbarer Nähe. Drei Kurven vor dem Ziel passierte aber der Supergau: „Wir waren sehr schnell und kontrolliert unterwegs. In einer uns gut bekannten Kurve lag jedoch Dreck in der Bremszone. Das im Gegenteil zu normalen Autos fehlende ABS sorgte dafür, dass die Vorderräder blockierten und wir geradewegs in eine niedrige Betonmauer rutschten,“ so ein kritischer Niklas Möller.

Neues Vertrauen gewinnen

Gerade einmal zwei Wochen blieb dem Team WM-Racing, um diesen Rückschlag zu verdauen. Bei der folgenden Veranstaltung, die wieder auf dem IVG-Gelände stattfand, musste der Unfall zuerst einmal aus den Knochen gefahren werden. Außerdem ging es darum, das Vertrauen ins Fahrzeug und die eigenen Fähigkeiten wieder zu erlangen.

Mit einer recht verhaltenen Fahrt schloss das Team die erste Wertungsprüfung auf dem vierten Platz ab. Es folgte jedoch eine absolute Bestzeit im zweiten Durchgang, sodass man sich insgesamt auf den zweiten Platz vorkämpfen konnte.

Durchwachsene Saison

Mit deutlich zurückgeschraubten Ambitionen ging es nun darum, den Vizemeistertitel zu verteidigen. Schlussendlich setzten sich Möller/Möller in einem Fotofinish gegen das Geschwisterteam Niebäumer/Niebäumer durch.

Die Bilanz: Rückblickend war es eine durchwachsene Saison, in der das neu formierte Team um Niklas und Gerrit Möller immer wieder zeigte, dass mit ihnen zu rechnen ist. Jedoch wurden (noch) zu viele Fehler gemacht, um ernste Ambitionen auf die Meisterschaft anzumelden.

Starke Konkurrenz in Bad Emstal

Im BMW 318ti nahm das Fahrer-Gespann Niklas und Guido Möller die Rallye Bad Emstal unter die Räder. Nach langer Pause in diesem Gefährt begannen die beiden sicher und verhalten.

Die Herausforderung beim Umstieg vom Citroen DS3 zum leistungsstärkeren BMW liegt vor allem darin, dass dieser mit seinem 150 PS messenden Motor und speziellen Reifen deutlich höhere Geschwindigkeiten erlaubt.

Im Laufe des Tages konnten die gefahrenen Zeiten kontinuierlich verbessert werden. Somit war es möglich, den Abstand zur sehr viel erfahreneren Konkurrenz an der Spitze gering zu halten. Um schlussendlich ganz vorne anzugreifen, fehlte dem Team WM-Racing letztlich die Erfahrung. Außerdem war das Setup mit einer sehr langen Übersetzung des Getriebes für die engen, bergigen Straßen schlichtweg falsch gewählt.

Mit 160 km/h durch die Nacht

Weiteres Neuland betrat das Team, als die letzten Prüfungen in der Dunkelheit angegangen wurden: „Mit unseren Zusatzscheinwerfern sehen wir schon eine ganze Menge, jedoch werden die Ansagen des Beifahrers aufgrund der eingeschränkten Sicht immens wichtig, wenn man in der Nacht mit 160 km/h auf eine Kurve zufährt, aber nicht weiß, was sich dahinter verbirgt. Dann hat man ein echtes Problem,“ erklärte Möller die Situation.

Das Ziel erreicht WM-Racing auf einem soliden dritten Platz in der elf Teilnehmer starken Gruppe sowie einem 30. Platz unter insgesamt 70 gestarteten Teilnehmern. Hier hatten viele leistungsstärkere Konkurrenten das Nachsehen.

Achterhoek Rallye in Haaksbergen

Am kommenden Wochenende treten Niklas und Guido Möller bei der Rallye Atlantis in Hamburg an. Danach geht es am 20. November zum Saisonhighlight, zur Achterhoek Rallye in Haaksbergen.

Eine, wie sich herausstellt, besondere Rallye für die beiden: „Als 5-Jähriger stand ich bereits in den Niederlanden an der Strecke und habe den Fahrern zugejubelt. Dies war auch der Ort, an dem wir uns mit dem Rallyesport infiziert haben,“ schmunzelt Niklas Möller.

Damals saß Guido Möller noch neben seinem langjährigen Fahrer Ulrich Böing, für ihn schließt sich hier ein Kreis. Das Team freut sich riesig, viele Fans und Sponsoren bei der Heimrallye begrüßen zu dürfen.

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