Bastian Jevsek musste die Deutsche Meisterschaft 2020 zwar abhaken, richtet seinen Fokus aber schon aufs neue Jahr. © privat
Boxen

Bastian Jevsek muss 2021 wieder bei null anfangen – bleibt aber entschlossen

Auf der Leiter zur Deutschen Meisterschaft hatte der Vredener Boxer Bastian Jevsek bereits die letzte Sprosse erreicht. Im kommenden Jahr muss er wieder ganz unten anfangen.

Um die Deutsche Meisterschaft zu boxen, das war immer ein großes Ziel von Bastian Jevsek. Der 21-Jährige vom TV Vreden stand in diesem Jahr kurz davor, dieses zu erreichen. Dann kam der zweite Lockdown.

In der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm hatte Jevsek noch im Herbst den zweiten Platz bei der nordrhein-westfälischen Elite-Meisterschaft in der U22 errungen. Damit wäre das Ticket für die Deutsche Meisterschaft in München eigentlich gebucht gewesen. Doch das Turnier wurde im Zuge der Corona-Maßnahmen abgesagt und wird auch nicht nachgeholt.

Neuer Anlauf

So bitter diese Entwicklung für den Vredener kam, so wenig hadert er damit. „Es wäre ja unverantwortlich gewesen, die Meisterschaften auszutragen. Das akzeptiere ich natürlich und starte nächstes Jahr einen neuen Anlauf“, sagt Bastian Jevsek. Der normale Weg zur Deutschen Meisterschaft würde über die Bezirks, Westfalen- und NRW-Meisterschaften führen. Auf allen Ebenen wäre die Finalteilnahme Pflicht, um die nächste Stufe zu erreichen.

Die Kämpfe auf Bezirksebene würden normalerweise schon im Januar stattfinden. Daraus dürfte nichts werden. Somit muss sich Bastian Jevsek gedulden, um seine vor dem Lockdown starke Form wieder unter Beweis stellen zu dürfen. „Ich war gut drauf, habe ja in den letzten Monaten auch viel beim Landesstützpunkt in Münster trainiert. Schon öfter wurden Kämpfe wegen Corona kurzfristig abgesagt. Das ist dann immer ein herber Rückschlag im Kopf, weil man sich ja lange auf diesen Kampf fokussiert hat.“

Mit ein paar Kämpfen klappte es dann aber doch. Etwa bei den NRW-Titelkämpfen in Pulheim, als der Vredener Vizemeister wurde. Wann er das nächste Mal im Ring stehen kann, steht für ihn genauso in den Sternen wie für die meisten anderen Sportler. „Es ist trotzdem wichtig, in dieser Phase fit zu bleiben und den Fokus nicht zu verlieren. 2021 will ich noch mal Vollgas geben. Auch weil ich berufsbedingt nicht weiß, wie lange ich den Aufwand noch betreiben kann.“ Wenn der Dachdecker seine Meisterprüfung angehe, werde die Zeit knapp.

Training im Boxzentrum Münster

Um vorher noch möglichst viel zu erreichen, hat sich Jevsek bereits im Frühjahr dem Boxzentrum Münster angeschlossen. Sein langjähriger Vredener Coach Antonio Colapietro habe den Kontakt zum Landesstützpunkt und Trainer Farid Vatanparast hergestellt. „Da herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Das Training in der Gruppe mit richtig guten Boxern macht schon Spaß“, so Bastian Jevsek.

Doch die Halle in Münster ist derzeit natürlich genauso geschlossen wie die in Vreden. So bleibt dem 21-Jährigen derzeit nur das Training für sich selbst. Doch mit einem Ziel vor Augen, wenn auch noch nicht terminiert, fällt ihm das schon ein wenig leichter.

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