Niklas Niehuis (M.) kam in der zweiten Hälfte zu seinem Comeback, zu diesem Zeitpunkt war die Partie letztlich schon vorentschieden. Die Gastgeber hatten ihre Qualitäten eiskalt ausgespielt. © Sascha Keirat
Fußball

„Brutale Qualität“: SpVgg Vreden in Rhynern eiskalt erwischt

Eine halbe Stunde witterte die SpVgg Vreden bei Westfalia Rhynern ihre Chance. Dann spielten die Gastgeber ihre besonderen Qualitäten gnadenlos aus.

Mit dem Rückenwind zweier Siege in der Meisterschaft und deutlicher Pokalerfolge war die SpVgg Vreden zum achten Saisonspiel nach Hamm gereist. Und zunächst sah es auch so aus, als ob die Mannschaft von Trainer Engin Yavuzaslan das gestiegene Selbstvertrauen auch an den Papenloh hinüberretten sollte.

Doch dann zeigte die Westfalia aus Rhynern, warum sie zu den offensivstärksten Oberligisten zählt. Sie spielte ihre Stärken gnadenlos und effektiv aus und deckte gleichsam Schwächen der Gäste im Defensivverhalten auf. Am Ende stand die vierte Saisonniederlage der Vredener – und mit 0:6 gleich eine deutliche.

Selbstgewusst

Selbstbewusst begannen die Vredener ihr Gastspiel in Rhynern. „Wir waren zunächst die aktivere Mannschaft, galliger, mit mehr Willen“, sah Engin Yavuzaslan einen guten Start seines Teams. Und es gab durchaus Chancen zu Toren: Nach einer Flanke von Tim Schücker war Kilian Heisterkamp mit dem Kopf zur Stelle, dabei war er von einem Gegenspieler leicht im Rücken gestoßen worden. Felix Mensing traf auf Flanke von Nicolas Ostenkötter den Ball nicht richtig.

Mit dem ersten gefährlichen Angriff waren dann aber die Gastgeber gleich erfolgreich, Eduard Probst war zur Stelle (23.). Und der gleiche Spieler erhöhte nach ähnlichem Muster noch vor dem Seitenwechsel (43.). „Die Bälle in die Schnittstellen spielt Rhynern schon radikal und rustikal“, sah sich auch Engin Yavuzaslan in seinen Erwartungen zum Spiel des Gegners bestätigt.

Unglückliches 0:3

Trotz der 0:2-Rückstands behielt der Coach auch nach dem Seitenwechsel zunächst ein gutes Gefühl. Allerdings fehlten im Spiel der SpVgg fortan die klaren Offensivaktionen. Erst mit dem etwas unglücklichen 0:3 durch Hakan Sezer (59.) war der Gästemannschaft anzumerken, dass die vergangenen Englischen Wochen auch Energie gekostet hatten. „Da waren wir dann auch mental ein wenig down, Rhynern hat dann seine brutale Qualität ausgespielt“, erklärte Yavuzaslan.

Noch einmal Probst, Sezer Toy und Akhim Seber (65., 71., 86.) sahen sich bei ihren Treffern zum Kantersieg nur noch wenig Gegenwehr ausgesetzt.

Zu einfache Tore

„Die Tore fallen am Ende sicher zu einfach. Jetzt kehren wir endlich in den normalen Rhythmus zurück, die Spieler werden sich einmal schütteln und dann gegen Holzwickede ein anderes Gesicht zeigen“, blickte Yavuzaslan gleich voraus.

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