Dart im Quadrat kommt gut an Profi Wattimena siegt vor feierndem Publikum

Lokalmatador Till Beckers aus Ahaus schaffte es bei „Dart im Quadrat“ gegen starke Konkurrenz bis ins Achtelfinale.
Lokalmatador Till Beckers aus Ahaus schaffte es bei "Dart im Quadrat" gegen starke Konkurrenz bis ins Achtelfinale. © Sascha Keirat
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„Ein tolles Event für alle Beteiligten und eine Stimmung, die an den Ally Pally erinnert“ – das war das ambitionierte Ziel, das sich die Veranstalter von „Dart im Quadrat – Die Auto Wassing Ahaus Open 2023“ gesetzt hatten. Und unter dem Strich hielten sie fest: Dieses Ziel wurde erreicht. Mit Walk-on-Musik, Bierpitchern, 180er-Schildern und partybegeisterten Darts-Zuschauerinnen und -Zuschauern wurde die Stadthalle für einen Tag zumindest in einen kleinen Ally Pally verwandelt.

„Wir sind rundum zufrieden mit der Veranstaltung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich während des gesamten Turniers total sportlich und fair verhalten und haben dadurch dazu beigetragen, dass das Event so reibungslos verlaufen konnte. Auch die Zuschauerinnen und Zuschauer waren super drauf und haben für ordentlich Stimmung gesorgt“, so Organisator Hendrik Almering.

Durch eine ungewöhnlich aufwendige technische Umsetzung wurde auf der großen Stadthallen-Leinwand ein Splitscreen eingerichtet, sodass die Zuschauer das Spiel auf dem Hauptboard perfekt verfolgen konnten. Neben dem Board wurden die Spieler eingeblendet und darunter der Spielstand – ähnlich, wie Darts-Interessierte es auch aus Fernsehübertragungen kennen.

Die 96 Teilnehmer kamen am Samstag ab 11.30 Uhr zum Ahauser Kulturquadrat und ließen dann ab 13 Uhr im Stadthallen-Foyer und auf der Stadthallen-Bühne die Pfeile fliegen.

Zwölf Stunden später, um etwa 23.30 Uhr, versenkte Jermaine Wattimena, Darts-Profi aus den Niederlanden und aktuell Platz 47 der PDC-Weltrangliste, den letzten Dart des Tages zum 6:4 in einem spannenden Finale gegen André Bauland und sicherte sich den Titel des Ahaus-Open-Siegers 2023. Dabei war Bauland zwischendurch ganz dicht davor, den Favoriten zu stürzen. Platz 3 teilten sich Roman Jäger und Björn Marcel Gemkow.

Wattimena hatte zuvor auch einige andere schwere Brocken aus dem Weg geräumt, unter anderem den deutschen E-Darts-Titelträger Bryan Menzel in einer wahnwitzigen Partie. Dabei reichte Menzel ein 91er-Average nicht zum Sieg, weil Wattimena einen unglaublichen 99er-Durchschnitt warf – das war dann tatsächlich absolutes WM-Niveau.

Bei der Siegerehrung (v.l.) Hendrik Almering (Turnierorganisator), Roman Jäger, Björn Marcel Gemkow (Halbfinalisten und damit Platz drei), André Bauland (Zweiter), Turniersieger Jermaine Wattimena, Caller Lukas Gerling aus Wessum, Hauptsponsor Christian Wassing.
Bei der Siegerehrung (v.l.) Hendrik Almering (Turnierorganisator), Roman Jäger, Björn Marcel Gemkow (Halbfinalisten und damit Platz drei), André Bauland (Zweiter), Turniersieger Jermaine Wattimena, Caller Lukas Gerling aus Wessum, Hauptsponsor Christian Wassing. © Veranstalter

Auch zwei Lokalmatadore sorgten im Turnier für Furore: Matthias Terbeck aus Wessum und Till Beckers aus Ahaus schafften es bis ins Achtelfinale, das heißt in die „Night-Session“ und damit auf die große Stadthallen-Bühne. Dort war dann allerdings Feierabend: Für Terbeck kam das Aus gegen Titelverteidiger Marcel Tarnofsky aus Mönchengladbach, für Beckers gegen Bundesligaspieler Silvio Lopes Sales, wobei er dem Favoriten sogar ein Leg abnehmen konnte.

Die Resonanz der Anwesenden war mehr als positiv und viele hoffen, dass das Event auch im nächsten Jahr wieder stattfinden kann, heißt es vom Veranstalter. „Von dem Feedback sind wir echt begeistert. Viele haben gesagt, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein werden“, so Almering; dann womöglich sogar in einem etwas größeren Rahmen.

Die 96 Teilnehmertickets seien in wenigen Stunden ausverkauft gewesen und die Nachfrage nach weiteren Tickets sei so groß gewesen, dass man das Teilnehmerfeld stark ausweiten könne. Auch die Zuschauer-Tickets waren am Ende des Tages ausverkauft. „Darts ist mittlerweile extrem beliebt und ich denke, dass die Stadthalle auch eine ideale Location für ein solches Event ist und dadurch auch viele Zuschauerinnen und Zuschauer angelockt hat“, meint Almering.

Per Splitscreen konnten die Zuschauer in der Stadthalle das Geschehen auf der Bühne verfolgen.
Per Splitscreen konnten die Zuschauer in der Stadthalle das Geschehen auf der Bühne verfolgen. © Sascha Keirat

Insbesondere die Rückmeldung von Top-Star Wattimena macht Almering Mut. Der Profi sagte noch am Abend, dass Dart im Quadrat „super organisiert und durchgeführt“ worden sei und tatsächlich „eine Atmosphäre wie im Ally Pally“ ausstrahle. Ähnliches Lob gab es von den regionalen Dartsgrößen wie André Bauland, Silvio Lopes und Bryan Menzel.

„Wenn keine Pandemien oder andere Ereignisse dazwischen kommen“, so Hendrik Almering, dürften viele Darts-Interessierte „mit Sicherheit auf eine Neuauflage im nächsten Jahr hoffen“.