An der Seitenlinie nach wie vor hochmotiviert: Frank Steinkamp bleibt mindestens eine weitere Saison Trainer beim TV Vreden. © Raphael Kampshoff
Handball

Dauer-Dauerbrenner: Frank Steinkamp steuert beim TV Vreden auf imposante Marke zu

Mehr als zehn Jahre Trainertätigkeit bei derselben Mannschaft sind schon sehr selten, mehr als 15 äußerst ungewöhnlich. Frank Steinkamp steuert beim TV Vreden eine noch imposantere Marke an.

Der Begriff „Dauerbrenner“ ist eigentlich zu wenig, wenn man auf die Laufbahn von Frank Steinkamp beim TV Vreden zurückblickt. Der Trainer des aktuellen Landesligisten hat aber immer noch nicht genug. Er will auch in der kommenden Spielzeit an der Seitenlinie stehen, es wird dann bereits seine 17. als Hauptverantwortlicher. Davor war er schon lange als Spieler aktiv.

Christian Abbing aus dem Vorstand des TV freut sich, dass die lange Geschichte ein weiteres Kapitel erhalten wird. „Wir sind hier ja eine kleine Familie und alle schon lange dabei. Es läuft zurzeit rund und Frank hat weiterhin einen guten Draht zur Mannschaft. Es gab also keinen Anlass für irgendwelche anderen Überlegungen.“

Als Führungsspieler schlüpfte Frank Steinkamp zur Saison 2005/06 – die Vredener waren gerade in die Bezirksliga abgestiegen – in die Rolle als Co-Trainer von Friedhelm Schmaloer. Der zog sich aber im November 2005 mit der Begründung zurück, er könne der Mannschaft keine neuen Impulse mehr verleihen. „So bin ich da damals reingerutscht“, erinnert sich Frank Steinkamp schmunzelnd.

Der Ahauser machte noch einige Jahre als Spielercoach weiter („ich habe mich am Ende noch ein bisschen in die Abwehr gestellt“), seither steht er für die Vredener an der Seitenlinie. Das Team bewegt sich seitdem zwischen Bezirks- und Landesliga. In letzterer steht der TVV aktuell ganz oben, allerdings sind in dieser Saison auch erst zwei Spieltage gelaufen.

TV Vreden will um Verbandsliga-Aufstieg mitspielen

Mit seiner Mannschaft, die sich in den vergangenen zwei, drei Jahren mit Talenten aus der eigenen Jugend merklich verjüngt hat, verfolgt Steinkamp noch große Ziele. Daher auch die erneute Zusage für die kommende Spielzeit – und wahrscheinlich noch weitere. „Diese Saison zählt ja sowieso nicht“, sagt der Trainer. „Aber ich denke schon, dass wir innerhalb der nächsten drei Jahre ein Wörtchen um den Verbandsliga-Aufstieg mitreden können.“ In dieser Spielklasse lief Steinkamp unter Trainer Thomas Hammerschmidt übrigens auch schon auf.

Fürs Erste haben die Vredener dieses Thema aber gestrichen und wollen sich nicht für die im westfälischen Verband geplante Aufstiegsrunde in diesem Frühjahr anmelden. „Wir haben uns am Wochenende in einer Videokonferenz darauf geeinigt, hier einen Schlussstrich zu ziehen“, erklärt Steinkamp. „Der Hauptgrund ist, dass die Vorbereitung nach so langer Spielpause nicht ausreichen wird und die Verletzungsgefahr dadurch enorm ist.“ Ohnehin könne der Coach sich kaum vorstellen, dass so eine Runde möglich sein wird.

So bereiten sich die Vredener gedanklich schon mal auf die neue Spielzeit vor. Die 17. für den Dauer-Dauerbrenner Steinkamp.

Christian Abbing macht bei der Reserve weiter

  • Auch beim TV Vreden II in der Kreisliga ist die Trainerfrage geklärt: Hier bleibt Christian Abbing an Bord.
  • Da viele Akteure aus der Jugend zur Saison 2021/22 nachrücken, könne möglicherweise auch eine dritte Mannschaft zum Spielbetrieb angemeldet werden.
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Sportredaktion Ahaus

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