Viele Zuschauer, rassige Zweikämpfe und ein insgesamt ausgeglichenes Duell erwarten die Beteiligten vom Eper Derby am Sonntag in den Bülten. Ähnlich ging es im Finale der Stadtmeisterschaft zu, im Bild attackieren Chris Mabone (l.) und Matthias Naber (r.) ihren FC-Gegenspieler Marcel Buß © Johannes Kratz
Fußball-Bezirksliga

Durstig aufs Derby in den Bülten

Nach fast zwei Jahren Derbypause in der Bezirksliga 11 ist es am Sonntag endlich wieder soweit, dann wird der Durst von Spielern, Fans und Verantwortlichen gestillt.

Der FC Epe empfängt seinen Ortsrivalen Vorwärts zum Duell. Wer die Nase vorn hat, ist im Vorfeld schwer zu beurteilen.

Fest steht, dass die Vorfreude in beiden Lagern groß ist. FC-Spielertrainer Andre Hippers schildert das mit einer Szene vom vergangenen Dienstag: „Ich kam zum Training und unser Sportlicher Leiter Sven Terglane saß auf einer Bank. Ich fragte ihn, was los ist, und er meinte, er wäre schon total nervös wegen Sonntag. Dabei sprechen wir normalerweise am Dienstag erst mal noch über das Spiel vom letzten Wochenende. Das zeigt schon, dass die Stimmung diese Woche etwas anders war.“

Sein Gegenüber, Marco Aydin, will die Bedeutung der Partie nicht ganz so hoch hängen. „Eigentlich haben wir uns vorbereitet wie auf jedes andere Spiel auch. Die Jungs kennen einander und wissen, was auf sie zukommt.“ Dass im Derby aber durchaus ein höherer Druck auf den Spielern liege, wolle Marco Aydin nicht abstreiten.

Einen Vorgeschmack haben Teams und Zuschauer schon vor gut einem Monat erhalten: Da trafen die beiden Kontrahenten im Finale der Stadtmeisterschaft aufeinander, der FC behielt am Ende mit 3:1 die Oberhand. Aydin sagt, dass die Partie in der Vorbereitung nicht mit dem Ligaspiel vergleichbar sei. „Allein schon, weil wir am Sonntag mit einer ganz anderen Mannschaft antreten werden.“

Auch hier geht der Vorwärts-Coach nicht mit der Einschätzung von Andre Hippers konform. Denn der sagt: „Ich finde schon, dass man die Spiele vergleichen kann. Auch wenn es nur in der Vorbereitung gegen die Grünen geht, dann hat das mit Testspielcharakter nichts zu tun. Und das hat man damals im Endspiel auch deutlich gemerkt.“

Beide Mannschaften auf ähnlichem Level

Einig sind sich die beiden Teamchefs aber darin, dass sich beide Mannschaften aktuell auf einem ähnlichen Level befinden. Aydin: „Bei zehn Spielen gegeneinander wird nie eine Mannschaft alle zehn gewinnen, dazu ist die Qualität zu ähnlich.“ Andre Hippers sagt: „Wir sind froh, dass wir nicht mehr so weit von Vorwärts entfernt sind wie früher. Mittlerweile haben wir den Anspruch, die beste Mannschaft im Ort zu sein.“

Der Saisonstart hat diesen Anspruch zum Teil untermauert. Das 0:0 zum Auftakt gegen den SuS Stadtlohn war aus FC-Sicht ein Erfolg, das jüngste 2:2 beim RC Borken-Hoxfeld nicht unbedingt. Auch Vorwärts zeigte bislang zwei unterschiedliche Gesichter. Dem 1:4-Patzer zum Start beim TuS Wüllen folgte ein 3:0 über den SV Heek.

Am Sonntag in den Bülten können die Grün-Weißen wieder auf Aleksandar Temelkov nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre zurückgreifen, Konstantin Gleis fehlt verletzt und Neuzugang Felix Fuchs sitzt noch eine Sperre aus der alten Saison ab. Beim FC sind bis auf Patrick Redegeld alle Mann an Bord.

Die FC-Verantwortlichen bitten die Zuschauer, sich rechtzeitig am Stadion einzufinden, da Einlasskontrollen durchgeführt werden.

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Sportredaktion Ahaus

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