Auf der Mitgliederversammlung am Montag wurde Dr. Maurice Eschweiler aus Stadtlohn zum Vizepräsidenten von Arminia Bielefeld gewählt. © Thomas F. Starke
Fußball

Ein Stadtlohner ist seit Montag Vizepräsident bei Arminia Bielefeld

Als Fan und Förderer ist er dem Verein schon seit Jahren verbunden. Am Montag ist ein Stadtlohner nun zum Vizepräsidenten des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld gewählt worden.

Weil das bisherige Präsidium nicht mehr zur Wahl stand, mussten die Mitglieder von Arminia Bielefeld am Montagabend neue Gesichter an die Vereinsspitze berufen. Während Rainer Schütte das Amt des Präsidenten von Hans-Jürgen Laufer übernimmt, ist Dr. Maurice Eschweiler aus Stadtlohn künftig als Vizepräsident und Schatzmeister vor allem für die Finanzen des Traditionsvereins verantwortlich.

Der heute 46-jährige Maurice Eschweiler wurde zwar in Köln geboren, ist aber mit seiner Familie schon vor seinem ersten Geburtstag nach Stadtlohn gezogen. In der Berkelstadt besuchte er die Fliednerschule, ehe er sein Abitur am Vredener Gymnasium und seinen Zivildienst im Krankenhaus Maria-Hilf absolvierte.

Fußball spielte er beim SuS, Tennis beim TV Blau-Weiß Stadtlohn. Nach dem BWL-Studium in Münster und Vancouver (Kanada) zog es ihn 2007 mit seiner „Sandkastenliebe“ und heutigen Frau aus Vreden nach Ostwestfalen.

Als Sponsor bei den Arminen eingestiegen

„Als Sportbegeisterter war es dann naheliegend, öfter mal zum Fußball zu gehen“, erklärt Maurice Eschweiler seinen ersten Kontakt zur Arminia. Der wurde auch dadurch intensiver, dass sein Arbeitgeber, der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori, als Sponsor bei den Arminen eingestiegen ist. Als Vorstandsmitglied und später Generalbevollmächtigter habe sich der Stadtlohner intensiv für die Rettung des damals finanziell massiv angeschlagenen Drittligisten eingesetzt.

So fungierte Eschweiler später als Geschäftsführer des Firmenzusammenschlusses „Bündnis Alm GmbH“, einer Investorengruppe, die 2018 auch das Bielefelder Stadion kaufte. „Damit hatten wir maßgeblichen Anteil an der Rettung der Arminia“, sagt der Stadtlohner. „Unser Ansatz ist immer gewesen, dass wir als Ostwestfalen zusammenhalten müssen. Wir brauchen die Arminia als Leuchtturm der ganzen Region. Ich sage immer: Köln hat den Dom, Bielefeld hat die Arminia.“

Regelmäßig in Stadtlohn und Vreden

Sein Amt als Geschäftsführer der Stadiongesellschaft legt Maurice Eschweiler nun in andere Hände, damit dieses nicht mit den neuen, ehrenamtlichen Posten im Vereinsvorstand kollidiert. Nachdem der 46-Jährige bereits an der Rettung des Bielefelder Bundesligisten beteiligt war, sieht er nun die finanzielle Konsolidierung des Vereins als seine oberste Aufgabe.

„Wir müssen es schaffen, uns so aufzustellen, dass wir selbst bei einem Abstieg nicht wieder in den freien Fall geraten.“

Trotz der zahlreichen Aufgaben in Ostwestfalen besuche Maurice Eschweiler weiterhin regelmäßig das Westmünsterland. In Stadtlohn lebt unter anderem seine Mutter Maria, in Vreden die Familie seiner Frau.

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Sportredaktion Ahaus

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