Ellewicks Marvin Robert (M.) behauptet den Ball vor Alexander Buß (l.) und Marius van Weyck. © Sascha Keirat
Fußball-Bezirksliga

Ellewicker Happy End mit dem Innenpfosten

„Charakter bewiesen“ habe seine Mannschaft definitiv. Daran ließ Dirk Haveloh nach 90 ganz intensiven Minuten auch gar keine Zweifel aufkommen. Das nötige Quäntchen Glück allerdings fehlte dem VfB Alstätte.

Im Stadion am Bahnhof erlebte der ASV Ellewick bei seinem 3:2 (1:0)-Auswärtssieg am Sonntag das Happy End in Form des Innenpfostens.

Zwei Minuten waren noch zu absolvieren. Weit über eine Stunde hatte der VfB bereits in Unterzahl gekämpft und geackert. Und dann war sie da – die große Chance zum Ausgleich. Doch Henning Feldhaus zielte in dieser 88. Minute einen Tick zu genau. Das Leder kullerte an den Innenpfosten, von da aus die Linie entlang.

So entschärfte Ellewick das nahe 3:3 in allerletzter Sekunde noch. „Da haben wir richtig Sahne gehabt“, gab ASV-Spielertrainer Alexander Buning hinterher zu. „Es war ein hitziges Spiel“, meinte er – und war sich dessen bewusst, dass das mit an seiner Mannschaft lag. Denn die ging mit 1:0 durch einen tollen Schuss von Marvin Robert in Führung (13.). Ellewick führte später auch durch Doppelpacker Benedikt Terbrack mit 3:1 (60./79.).

Aber der ASV hätte sich eben auch um ein Haar selbst noch um die drei Punkte gebracht – in Überzahl wohlgemerkt.

Denn ein Handspiel von Tobias Tenhagen wurde in der 21. Minute mit Gelb-Rot und Strafstoß geahndet. Aber Johannes Zwiers scheiterte am gut reagierenden VfB-Keeper Daniel Siehoff.

Umso ärgerlicher für die Gäste, dass die dezimierten Alstätter direkt nach Wiederbeginn durch Henning Feldhaus nach Vorarbeit von Marius van Weyck zum 1:1 ausglichen.

„Gute Reaktion“

„Die Reaktion der Mannschaft war gut. Leider haben wir uns das eine oder andere Mal zu leichtfertige Ballverluste erlaubt, die uns dann erneut ins Hintertreffen gebracht haben“, ärgerte sich Alstättes Trainer Dirk Haveloh später. Denn wenn sich Rot-Weiß einen Vorwurf machen musste, dann sicherlich diesen.

An Moral mangelte es nämlich ganz und gar nicht. Insbesondere nicht, weil Marcel Freckmann die VfB-Fans ja wieder hoffen ließ (82.). Ebenso, weil Alstätte ans Remis glaubte. „Am Ende waren da viel Emotionen und fiese Fouls dabei. Auf beiden Seiten. Da hat sich keiner was geschenkt“, kommentierte Haveloh die packende Schlussphase, die ihren Höhepunkt in der 88. Minute erlebte mit besagtem Schuss an den Innenpfosten.

Über den Autor

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.