Unterschiedlich fällt an das Interesse der lokalen Fußballer an der anstehenden Europameisterschaft aus. Hier ein Archivbild vom Public Viewing in Ahaus © Kippic (A)
Fußball

EM-Fieber? Bei Fußballern der Region steigt die Temperatur allmählich

Der eine hat richtig Bock auf die Fußball-EM, der andere will die Spiele allenfalls nebenbei schauen. Wir haben uns bei Kickern aus Ahaus und Umgebung umgehört.

Am Freitag geht es los. Die Europameisterschaft beginnt mit der Partie Türkei gegen Italien. Die deutsche Nationalmannschaft steigt am 15. Juni ins Turnier ein. Wir haben uns bei Kickern der lokalen Vereine umgehört, wie es bei ihnen ums EM-Fieber bestellt ist.

„Das 7:1 am Montag hat schon Spaß gemacht, auch wenn es nur gegen Lettland war“, sagt Carlo Korthals aus dem Oberliga-Team der SpVgg Vreden. „Ich glaube, dass die Stimmung so langsam aufkommt, auch weil die Leute wieder reinen Gewissens rausgehen und zusammen die Spiele gucken können. Grundsätzlich ist es bei jedem Turnier so, dass mehr Euphorie aufkommt, je weiter die Nationalmannschaft kommt.“

Er werde sich die Spiele anschauen und ist auch guter Hoffnung, dass die DFB-Auswahl, auch dank der Reaktivierung von Thomas Müller und Mats Hummels, weit kommen, so der Vredener. Vorausgesetzt, sie überstehe die Gruppenphase mit den favorisierten Franzosen und Portugiesen.

Für Serkan Dayan vom TSV kommt direkt mit dem Eröffnungsspiel am Freitag Spannung auf, wenn die Türkei sich mit Italien misst. „Wir werden mit der Mannschaft trainieren und uns anschließend gemeinsam das Spiel anschauen. So langsam packt einen das Fieber also schon“, so der Spielertrainer. Sollte die Türkei die Gruppenphase nicht überstehen, könne er immer noch Deutschland die Daumen drücken.

TSV-Spielertrainer Serkan Dayan muss mit seinem Team wegen eines Coronafalls pausieren.
TSV-Spielertrainer Serkan Dayan muss mit seinem Team wegen eines Coronafalls pausieren. © Sascha Keirat © Sascha Keirat

Mit der gleichen Einstellung geht Rick Reekers von RW Nienborg an die Sache heran – nur dass er als Niederländer grundsätzlich „seiner“ Nationalmannschaft die Daumen drückt. Er verfolge Länderspiele grundsätzlich nur dann, wenn es um etwas geht, also keine Freundschaftsspiele. Nun freue sich Reekers schon auf die EM, sicherlich werde sich im Laufe der beginnenden Vorbereitung mit seiner Mannschaft auch mal die Möglichkeit für gemeinsames Fußball gucken ergeben.

Wenig Vorfreude bei Jörg Krüchting

Die große Vorfreude herrscht bei Jörg Krüchting vom SC Südlohn noch nicht, wie er sagt. „Die fußballfreie Zeit ist zwar immer doof und jede Abwechslung willkommen. Aber ehrlich gesagt freue ich mich mehr darauf, meinen Jungs endlich wieder beim Kicken zugucken zu können. Ich bin einfach nicht so der Nationalmannschafts-Typ.“

So werde er sich zwar die Spiele der DFB-Elf anschauen und ihr die Daumen drücken, bei anderen Spielen aber eher sporadisch den Fernseher anschalten. Deutschland traut der Südlohner höchstens das Erreichen des Viertelfinals zu.

Deutlich optimistischer zeigt sich Justus Jaegers vom SuS Stadtlohn mit Blick auf die Euro. „Also ich bin fußballbegeistert und schaue mir grundsätzlich auch alle Spiele der Nationalmannschaft an. Die Vorfreude auf die EM ist bei auf jeden Fall vorhanden.“ Die SuS-Mannschaft habe sich bereits darauf verständigt, das Training am kommenden Dienstag vorzuziehen, um am Abend die Begegnung zwischen Deutschland und Frankreich schauen zu können. Für den SuS-Kapitän die beiden Top-Favoriten auf den EM-Titel.

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