Fabiane Meyer (TV Westfalia Epe) mit Medaille und Urkunde nach ihrem Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften der U20 in Rostock. © Privat
Leichtathletik

Erneut Gold: Mit persönlicher Bestzeit verteidigt Fabiane Meyer den Titel in Rostock

Die geballte Faust in den Himmel gestreckt, überlief Fabiane Meyer die Ziellinie: Zum zweiten Mal sicherte sich die Läuferin des TV Westfalia Epe den Titel der Deutschen Meisterin der U20 über 1500 Meter.

Ihr Ziel hatte die 18-Jährige vor der Abreise nach Rostock klar vor Augen. „Ich möchte auf jeden Fall meinen Titel verteidigen“, hatte sie ohne Wenn und Aber formuliert.

Entsprechend ging Fabiane Meyer am Samstagnachmittag auf regennasser Bahn das Rennen an. Vom Start weg übernahm sie die Führung und bestimmte mit einem gleichmäßigen Tempo den Lauf.

Taktik befolgt

„Sie hatte die Order, von Beginn an Tempo zu machen und sich nicht allein auf ihre Spurtstärke zu verlassen“, verriet Trainer Reinhard Wittland später die Taktik. In etwa 53 Sekunden legte die Eperanerin die ersten 300 Meter zurück. Mit einer Durchgangszeit von rund zwei Minuten nach 700 Metern steuerte sie auf eine Endzeit von 4:20 Minuten hin – und lag damit im Bereich ihrer persönlichen Bestmarke.

Gleichzeitig sorgte sie so dafür, dass sich das zehnköpfige Feld schnell weit auseinanderzog. Schon nach 700 Metern waren nur noch Lisa Hausdorf von der AG Hamburg-West und Nele Heymann vom TuS Haren auf Tuchfühlung. Als es auf die letzten 400 Meter ging konnte nur noch Lisa Hausdorf folgen.

Duell mit Lisa Hausdorf

Die Hamburgerin brachte zwar mit 4:20,04 Min. die gleiche persönliche Bestzeit mit nach Rostock, bei sieben direkten Duellen in diesem Jahr hatte aber sechsmal Fabiane Meyer die Nase vorn – zuletzt bei den Europameisterschaften in Tallinn.

Und so war es auch diesmal. Als Fabiane Meyer auf der Zielgeraden das Tempo nochmal anzog, war das Rennen endgültig entschieden.

Sieg in persönlicher Bestzeit

So überlief sie in der persönlichen Bestzeit von 4:18,69 Min. mit einigen Metern Vorsprung die Ziellinie. Damit unterbot sie nicht nur erstmals im Freien die 4:20 Min., sondern steigerte ihre Bestmarke gleich um 1,35 Sekunden. Bisher war Fabiane Meyer nur in der Halle in 4:19,66 Min. einmal unter 4:20 Min. geblieben.

Auch Lisa Hausdorf als Zweite erzielte in 4:19,89 Min. eine neue Bestzeit. Auf den dritten Platz schob sich noch Rahel Brömmel von der LG Olympia Dortmund in 4:22,96 Minuten.

Von Beginn an in Führung

„Der Lauf war echt gut“, kommentierte Fabiane Meyer kurz und knapp das Rennen. „Von Anfang bis Ende geführt und eine neue Bestzeit – was will man mehr. Und das alles nach einer sehr kräftezehrenden Saison von Januar bis heute mit allein vier Deutschen Meisterschaften und der Europameisterschaft“, lobte Reinhard Wittland die Läuferin. „Die gut zwei Wochen Pause jetzt hat sie sich redlich verdient“, ergänzte er.

Tatsächlich endet für Fabiane Meyer mit dem Meistertitel in Rostock bereits die Freiluftsaison, da der Deutsche Leichtathletikverband entschieden hat, kein Team zu den Weltmeisterschaften der U 20 in Nairobi zu entsenden.

Auf zu neuen Ufern

Am 17. August bricht die Eperanerin dann auf zu neuen Ufern. Dann startet der Flug über den großen Teich in die USA, wo Fabiane Meyer an der Clemson University in South Carolina ein Studium beginnen wird und hofft, mit Hilfe der intensiven Förderung dort sich sportlich weiter verbessern zu können.

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