Erst Abi-Zeugnis, dann Titelkämpfe: Fabiane Meyer hofft auf eine DM-Medaille

Fabiane Meyer und Jan Friedrich Büscher beim gemeinsamen Training an der Gronauer Laubstiege.
Fabiane Meyer und Jan Friedrich Büscher beim gemeinsamen Training an der Gronauer Laubstiege. © Günter Poggemann
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Vor drei Wochen die Deutschen Meisterschaften der Frauen, am Sonntag die Meisterschaften der U23, am letzten Juli-Wochenende die DM der U20 sowie dazwischen am 3. Juli noch das entscheidende Qualifikationsrennen für die Europameisterschaften der U20 am 16. und 17. Juli im estländischen Tallinn – Fabiane Meyer eilt im Moment von einem sportlichen Highlight zum nächsten.

Die härtesten Konkurrentinnen für die 18-jährige Läuferin vom TV Westfalia Epe im Stadion Oberwerth in Koblenz, wo vor 40 bzw. 41 Jahren der legendäre britische Läufer Steve Ovett Weltrekorde über 1.500 Meter und die Meile erzielte, sind schnell ausgemacht. Ihre Namen lauten Sara Benfares und Verena Meisl.

Konkurrentin Sara Benfares steigert ihre Bestzeit

Sara Benfares hatte im Vorjahr bei den Deutschen Meisterschaften sowohl im Vorlauf als auch im Finale das Tempo gemacht, konnte dies aber nicht halten und wurde von Fabiane Meyer zweimal geschlagen. In diesem Jahr konnte Fabiane Meyer bei den Deutschen Meisterschaften der Läuferin vom LC Rehlingen allerdings nicht folgen. Außerdem steigerte diese ihre persönliche Bestzeit erst vor zwei Wochen um rund sieben Sekunden auf 4:08,40 Minuten, womit sie die 1.500 Meter immerhin rund 11 Sekunden schneller hinter sich brachte, als der Eperanerin dies bisher je gelang.

Ganz eng ging es bisher immer zwischen Fabiane Meyer und Verena Meisl zu. Bei den Meisterschaften der U20 im vergangenen September und den Meisterschaften der Frauen in der Halle besiegte Fabiane Meyer die Läuferin von der LG Dortmund im Endspurt, bei den Meisterschaften der Frauen vor drei Wochen in Braunschweig hatte allerdings die Dortmunderin knapp die Nase vorn.

Nele Heymann vom TuS Haren, die zuletzt ihre Bestzeit deutlich auf 4:22,71 Minuten verbesserte, und Nele Weßel vom Königsteiner LV dürften die zwei Läuferinnen sein, die Fabiane Meyer vermutlich auch nicht aus den Augen verlieren sollte.

Entscheidung auf den letzten Metern

„Fabiane Meyer wird wie gewohnt vorsichtig angehen, vor allem natürlich Sara Benfares und Verena Meisl im Blick behalten und auf den letzten 300 bis 200 Metern die Entscheidung suchen“, antwortet Trainer Reinhard Wittland auf die Frage nach der Rennstrategie.

„Die Form ist gut“, zeigt sich die Läuferin selbst wie gewohnt zurückhaltend. Selbst die Zeugnisübergabe und der Abi-Ball am Samstag scheinen sie nicht aus der Ruhe zu bringen. „Sie kann ja am Sonntagmorgen auf der Fahrt nach Koblenz noch ein bisschen schlafen“, kommentiert der Trainer die „Doppelbelastung“.

Das Finale über 1.500 Meter ist zu sehen im Livestream unter www.leichtathletik.de am Sonntag um 14.20 Uhr.