Feste Größe in der Oedinger Offensive: Pierre van de Sand. © Stefan Hoof
Fußball-Kreisliga A

FC Oeding bereit für den Titelkampf: Van der Veen vom Team überzeugt

Ende August startet die Serie 21/22. Seit acht Monaten haben die Teams kein Pflichtspiel mehr bestritten. Wie sehen die Kader aus, wie lauten die Ziele? Wir stellen die hiesigen Mannschaften vor.

Der FC Oeding gehört zum festen Inventar der A-Liga. Im Mittelfeld, meistens im einstelligen Tabellenbereich, haben sich die Schwarz-Weißen etabliert. Die Kreisliga A1 ohne den FC Oeding, das ist schwer vorstellbar. Und doch ist Spielertrainer Jeroen van der Veen überzeugt, dass sein Team ohne Saisonabbruch die angestammte Umgebung verlassen hätte – Richtung Bezirksliga.

Rückblick

Als die Konkurrenz am 25. Oktober noch um Punkte spielte, hatte der FC Oeding spielfrei. Danach endete die Saison abrupt. Die Schwarz-Weißen rutschten deshalb noch von Rang zwei auf Rang fünf und damit aus dem Blickfeld an der Spitze. Wer genauer hinschaut, der erkennt, dass die Mannschaft von Jeroen van der Veen bei einem Spiel weniger nur drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter ASC Schöppinger hatte. Die gemeinsam mit SF Ammeloe torgefährlichste Mannschaft der A-Liga war folglich mittendrin im Aufstiegskampf.

Personal

Nur zwei Abgänge verzeichnet der FC Oeding, aber die schmerzen. Hendrik Brügging, mit acht Treffern Führender in der Torschützenliste der A-Liga beim Saisonabbruch, ist zum Oberligisten SpVgg Vreden gewechselt. Aufgehört hat hingegen Chris Hösing. Dafür rücken Tim und Alex Beiring aus der A-Jugend hoch, beide bekommen ihre Chance in der „Ersten“. Aus Krechting hat es Jannik Börnemeier nach Oeding verschlagen. „Der wird uns verstärken, davon bin ich überzeugt“, sagt van der Veen über den Mittelfeldspieler.

Mannschaft

Oedings Coach ist überzeugt, dass sich seine Mannschaft seit seinem Amtsantritt spielerisch deutlich verbessert hat und nicht nur über den Kampf („Da schonen wir uns nicht“) zu Punkten kommt. „Unser Vorteil ist, dass hier die Fluktuation sehr gering ist, das zahlt sich auf Dauer aus.“ Auch wenn van der Veen das Kollektiv betont, sieht er sein Team besonders in der Offensive mit Tobias und Daniel Bröring, Pierre van de Sand und Guido Vierhaus sehr gut besetzt. Auch in den anderen Mannschaftsteilen verfügt Oeding nach Einschätzung des Trainers mit Robin Ring, Timo Wanninger, Christopher Wewers über gestandene und erfahrene Kräfte – nicht zu vergessen ist der Spielertrainer selbst. Zwischen den Pfosten trägt Dennis Mechlinski das Trikot mit der Nummer eins. „Ich denke, dass wir im Ganzen gut aufgestellt sind und mit 18 Spielern im Kader auch eine gute Breite haben.“

Jeroen van der Veen
Jeroen van der Veen © Stefan Hoof © Stefan Hoof

Trainer

Auch mit 36 Jahren ist Jeroen van der Veen so fit, dass er seine Mannschaft auf zentraler Position als Sechser antreibt. Seine Trainerlaufbahn hat er als Co bei GW Lünten begonnen, danach war er fünf Jahre beim FC Epe, den er 13/14 in die Bezirksliga führte, am Ball. In Oeding geht der Enscheder in sein viertes Trainerjahr. Der an der Saxion-Hochschule in der Lehrerausbildung tätige Niederländer setzt sich demnächst wieder selbst auf die „Schulbank“. Van der Veen strebt die B-Lizenz an. „Und danach auch gleich die A-Lizenz“, erläutert er. Unterstützt wird der Coach beim FC Oeding schon seit zwei Jahren von Guido Vierhaus, der jetzt vom Co zum zweiten Haupttrainer aufrückt. An der Seite fungiert Andreas Wanninger als Betreuer, „der natürlich auch viel Ahnung vom Fußball hat“, wie van der Veen betont.

Erwartungen

„Wir wollen oben mitspielen“, spricht van der Veen deutlich aus, was er sich vorstellt. Unter den ersten drei Teams der A-Liga erwartet er sein Team. Den in der annullierten Saison eingeschlagenen Weg wollen die Oedinger fortsetzen.

Vorbereitung

Der Auftakt war vielversprechend. Beim Bezirksligisten VfB Alstätte siegte der FC Oeding 6:2 und bewies seine Offensivqualitäten auch ohne den abgewanderten Hendrik Brügging. Bis zur ersten Pokalrunde am 15. August sind neben zahlreichen Trainingseinheiten auch zehn Testspiele vorgesehen – das nächste am 27. Juni zu Hause gegen Eintracht Ahaus 2 und danach am 29. Juni bei der SG Borken.

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