Fußball

FC Twente lässt gegen Feyenoord große Chance verstreichen

Seit siebeneinhalb Jahren wartet der FC Twente Enschede auf einen Sieg gegen Feyenoord – und nie ist die Chance, diese Negativserie zu beenden, größer gewesen als am Sonntag.
Trotz 2:0-Führung gelang dem FC Twente nicht der ersehnte Dreier gegen Feyenoord. © fctwentemedia

Am Ende mussten sich die „Tukkers“ mit einem 2:2 (2:1) gegen die Rotterdamer begnügen, was bei Trainer Ron Jans für „gemischte Gefühle“ sorgte, wie er bekannte. „Einerseits waren wir heute besser als Feyenoord, was toll ist. Andererseits haben wir uns nicht für ein gutes Spiel belohnt“, ärgerte er sich zum Teil über das Unentschieden.

Mit mutigem Pressing bereitete Twente den Gästen von Beginn an große Probleme. Feyenoord leistete sich zahlreiche Fehler – und die Enscheder bestraften diese schon in den Anfangsminuten: Nach einem schlimmen Fehlpass von Rotterdams Uros Spajic foulte Marcos Senesi Twentes Luciano Narsingh im Strafraum; den fälligen Elfmeter verwandelte Danilo zum 1:0 (13.).

Enschede hat alles im Griff

Und nur eine Minute später legte Tyronne Ebuehi auf Vorlage von Narsingh auch noch das 2:0 aus kurzer Distanz nach (14.). Die Enscheder hatten alles im Griff, aber Feyenoord kam aus dem Nichts zum Anschlusstreffer: Jens Toornstra traf mit einer tollen Direktabnahme aus 20 Metern zum 1:2 (24.). Die Rotterdamer genügten allerdings auch danach nicht den Ansprüchen als selbsterklärtes Spitzenteam, sondern die Enscheder hatten sie weiterhin klar im Griff.

Nach dem Seitenwechsel kam der FC Twente zu zwei großen Möglichkeiten, den knappen Vorsprung in einen beruhigenden Vorsprung auszubauen: Luciano Narsingh, der Feyenoord-Leihspieler in Diensten der Gastgeber, scheiterte erst freistehend an Rotterdams Keeper Nick Marsman (49.) und brachte in der 59. Minute das Kunststück fertig, mittig vor dem leeren Tor die Kugel nicht am letzten Feyenoord-Verteidiger Marcos Senesi vorbeizuschießen.

„Nach einer Stunde müssen wir einfach mit 4:1 führen“, schüttelte Trainer Jans den Kopf. Den Auftritt von Narsingh sah er dabei sinnbildlich für die Twente-Leistung und auch seine Stimmung: „Ich fühle mich so, wie sich Narsingh wahrscheinlich auch fühlt: In der ersten Hälfte hat er den Strafstoß rausgeholt und einen Assist geliefert, aber in der zweiten Hälfte hätte er das Spiel entscheiden müssen“, sagte Jans.

Der Chancenwucher der Enscheder rächte sich schnell: Einen schlechten Pass von Twente-Mittelfeldspieler Godfried Roemeratoe konnte sein Teamkollege Dario Dumic nur noch mit einem Foul an Luis Sinisterra ausbügeln. Steven Berghuis machte vom Punkt das 2:2 für Feyenoord (67.). Die Schlussphase der Partie gehörte dann den Rotterdamern, die den Schwung des Ausgleichstores mitnahmen, während Twente die Puste ausging.

„Man muss sogar noch Angst haben, dass man am Ende mit leeren Händen dasteht“, bekannte Jans. Ein weiteres Tor fiel jedoch nicht mehr, sodass der Enscheder Trainer nach dem achten sieglosen Heimspiel in Folge das Positive herausstellte: „Das war ein gutes Spiel vom FC Twente.“

FC Twente: Drommel – Ebuehi (72. Markelo), Dumic, Pierie, Oosterwolde (63. Smal) – Zerrouki, Roemeratoe, Bosch – Narsingh (86. Issah), Danilo (86. Rots), Menig (86. van Leeuwen).
Feyenoord Rotterdam: Marsman – Nieuwkoop (67. Geertruida), Spajic, Senesi, Malacia – Diemers, Toornstra, Kökcü (60. Fer) – Berghuis, Linssen, Sinisterra (87. Haps).
Tore: 1:0 Danilo (13., Foulelfmeter), 2:0 Ebuehi (14.), 2:1 Toornstra (24.), 2:2 Berghuis (67., Foulelfmeter).

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.