Einzig unterliegt aktuell der TV Vreden mit Alexander Gehling (r.) der Gebührenordnung des Handballverbandes Westfalen. Dieser hat einen Teil der Meldegebühren erlassen. Der Handballkreis Münsterland wird zum Ende des Spieljahrs wohl nachziehen. © Johannes Kratz
Handball

Handballverband erlässt Teil der Gebühren – der Kreis wird wohl nachziehen

25 Prozent der Meldegebühren hat der Handballverband Westfalen den Vereinen erlassen, nur für die Hinrunde. Ein Signal in schweren Zeiten. Der Handballkreis denkt ebenso über Kürzungen nach.

Hoch schlugen die Wellen jüngst, als der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ohne Vorwarnung trotz der unterbrochenen Spielzeit die kompletten Verbandsbeiträge eingezogen hatte. Später entschuldigte sich das Präsidium für dieses Vorgehen, Kürzungen könnten aufgrund laufender Fixkosten nicht vorgenommen werden, zudem gefährde der Verband sonst seine Gemeinnützigkeit – so wie jeder eingetragene Verein auch.

Kürzungen oder Erlasse sind natürlich bei den pauschalisierten Spielabgaben denkbar, diese hatte der FLVW für die Rückrunde der Vorsaison erlassen. Da nicht gespielt werden konnte, sollten auch keine Abgaben anfallen, hieß es seinerzeit.

Weitere Kürzung für Rückrunde denkbar

Beim Handball gibt es diese Zweiteilung nicht. Die Vereine zahlen pro Saison je Mannschaft eine Meldegebühr an den Handballverband Westfalen (HVW). Die Höhe der Beiträge pro Saison variiert bei Männern und Frauen, sie richtet sich nach der Klassenzugehörigkeit der Teams. In der Männer-Landesliga, in der der TV Vreden spielt, werden 750 Euro fällig.

Der Handballkreis Münsterland sieht für die Bezirksliga 400 (Herren) und 200 (Damen) Euro vor, eine Klasse tiefer sind dies 200 und 120 Euro. Die Teilnahme am Jugendspielbetrieb ist beitragsfrei.

In den Handball-Ligen wurde bisher noch weniger gespielt als beim Fußball. Die offizielle Spielrunde wurde mittlerweile abgebrochen, einzig in den überkreislichen Spielklassen sind weiter freiwillige Aufstiegsrunden denkbar. Deshalb hat der HVW seinen Mitgliedsvereinen nun ein Viertel der Spielbeiträge erlassen – dies allein für die Hinserie. „Auch für die Rückrunde wird es wohl so laufen“, sagte Udo Fricke, Geschäftsstellenleiter des HVW. Dass nicht mehr erstattet werden könne, habe mit den Fixkosten des Hauses zu tun.

Handballkreis entscheidet zum Ende des Spieljahrs

Ob die weiteren Mannschaften von der Bezirksliga abwärts ebenso entlastet werden, darüber muss der zuständige Handballkreis Münsterland befinden. Dessen Vorsitzender Daniel Hooge hat den Vereinen schon einmal positive Signale übermittelt. „Wir werden uns natürlich auch über mögliche Rückzahlungen Gedanken machen“, kündigte Hooge auf Nachfrage an. Eine Entscheidung werde man allerdings erst nach dem offiziellen „Saisonende“ fällen: „Wir machen dann einen Strich drunter und schauen, was überhaupt gespielt wurde.“

Ob die Summe ähnlich hoch ausfallen werde, wie auf Verbandsebene festgelegt, dazu konnte sich der Vorsitzende noch nicht äußern: „Der Verband hat natürlich eine eigene Haushaltsplanung.“

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