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Fußball

„In Ellewick war das Paradies“ – Vier Fragen an Timo Hübers

Geboren und aufgewachsen ist Fußballprofi Timo Hübers zwar bei Hildesheim, der Großteil seiner Familie lebt aber noch in Vreden und Ellewick. Wir haben den 24-Jährigen von Hannover 96 befragt.

Vor dem letzten Saisonspiel mit den Hannoveranern gegen den 1. FC Nürnberg haben wir Timo Hübers, Sohn des früheren ASV Ellewick-Spielers Ewald Hübers, zu seinen Wurzeln im Westmünsterland befragt.

Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Vreden denken?
Naja, ein Großteil meiner Familie lebt dort. Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Insofern habe ich schon viel Zeit in Vreden verbracht. Besonders schöne Kindheitserinnerungen habe ich an den Bauernhof der Eltern von Papa in Ellewick. Da war immer ohne Ende Platz zum Spielen, für uns war das immer das Paradies.

Nehmen die Leute im Westmünsterland Sie anders wahr, seitdem Sie Fußballprofi sind?
Also meine Familie nicht. Aber die verfolgen meine Laufbahn natürlich alle und fiebern mit. Ich habe gehört, dass da in der Whatsapp-Gruppe der Familie auch so einiges über mich gepostet wird. In der Öffentlichkeit wurde ich aber schon ein bisschen anders wahrgenommen. Auf der Kirmes oder beim Stephanus Steinigen sind da schon mal Leute auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich nicht der Sohn von Ewald Hübers oder der Enkel von Bernhard Kemper bin.

Fußball gespielt haben Sie in Vreden ja auch schon mal, beim Turnier der Spielvereinigung…
Ja, da war ich in der U14 von Hannover und wir sind am Ende Zweiter geworden. Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Ich weiß noch, dass viele meiner Verwandten zugeguckt haben und dass meine beiden Opas total stolz waren. Wir Spieler waren dann alle bei Vredener Familien untergebracht. Ich bin bei einem Cousin meines Vaters gelandet, den ich vorher überhaupt nicht kannte. Die hatten das wohl vorher abgesprochen, aber ich war auf jeden Fall überrascht.

Inwiefern sind Sie Stand jetzt, mit 24 Jahren, zufrieden mit dem Verlauf Ihrer Karriere?
Ich bin auf jeden Fall zufrieden. In der Jugend war ich nie das Ausnahmetalent, auch weil ich den anderen in meinem Alter lange körperlich unterlegen war. Mit glücklichen Fügungen, zum Beispiel dass mein damaliger Jugendtrainer Daniel Stendel die Profis von Hannover 96 übernommen hat, aber auch mit Disziplin und harter Arbeit, hat es dann doch zum Profi gereicht.

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Sportredaktion Ahaus
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