Jaan Büning (r.), hier beim Testspiel gegen Eintracht Ahaus, freut sich aufs Eper Derby. © Angelika Hoof
Fußball-Bezirksliga

Jaan Büning brennt nach Wechsel zum Rivalen aufs Eper Derby

Ein Wechsel zum Ortsrivalen? Nicht immer einfach. Und wenn dann gleich am dritten Spieltag das Derby ansteht, ist das ein ganz besonderes Spiel. Jaan Büning vom FC Epe kann davon ein Lied singen.

Die meisten Jahre seines bisherigen Fußballerlebens trug Jaan Büning das Trikot von Vorwärts Epe. Am Sonntag spielt der Neuzugang des FC Epe erstmals ein Pflichtspiel gegen seinen Ex-Klub. Und freut sich drauf.

„Ich habe schon mit drei Jahren bei Vorwärts angefangen“, erzählt Jaan Büning. Am Wolbertshof kickte er sich fortan durch die Jugendteams. Im ersten Jahr bei den B-Junioren folgte er dann dem Lockruf der SpVgg Vreden, wo er insgesamt drei Jahre seine Schuhe schnürte. Dann ging’s zurück zum Heimatklub in die erste Mannschaft.

Warum nun der Wechsel ausgerechnet zum Orts- und Bezirksligarivalen in die Bülten? „Der Hauptgrund war, dass viele meiner besten Freunde beim FC spielen. Insbesondere Loris Deiters, der ja auch im Sommer neu dazugekommen ist. Wir sind schon vielen Jahren enge Freunde. Als sein Wechsel dann bekannt wurde, haben mich sofort andere Freunde angesprochen, ob ich denn auch dazukommen will“, erklärt Jaan Büning.

Da es bei Vorwärts zuletzt „nicht mehr so viel Spaß gemacht“ habe, stieß die Idee beim heute 22-Jährigen auf offene Ohren. Er trat also an die Sportliche Leitung der Blau-Weißen heran – und der Transfer kam zustande.

Menschlich und sportlich angekommen in den Bülten

Jaan Büning ist sich nach den ersten Monaten mit dem neuen Team sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ich bin hier top-zufrieden. Die Mannschaft hat mich richtig gut aufgenommen und ich bin glücklich, dass ich den Schritt gemacht habe.“ Nicht nur menschlich, sondern auch sportlich kann sich der Außenspieler bislang nicht beklagen.

Allerdings laborierte der Neuzugang in der Vorbereitung an Knieproblemen und verpasste einige Einheiten und Testspiele. „Seitdem er diese Probleme in den Griff bekommen hat, ist er auch ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft“, sagt Andre Hippers. Und er baut auf den 22-Jährigen, dessen Stärken er „ganz klar auf der rechten Seite“ sieht.

Jaan Büning (l.), hier beim Eper Derby noch im Trikot von Vorwärts Epe.
Jaan Büning (l.), hier beim Eper Derby noch im Trikot von Vorwärts Epe. © Angelika Hoof © Angelika Hoof

In den ersten beiden Bezirksligaspielen bot der Trainer Büning jeweils in der Startelf auf. Nach dem respektablen 0:0 zum Auftakt gegen den SuS Stadtlohn schaffte der Neue direkt den Sprung in die Elf des Spieltags der Westfälischen Nachrichten und der Münsterland Zeitung. „Andre hat nach dem Spiel gesagt, dass ich da der beste Mann auf dem Platz war. Das hat mich natürlich sehr gefreut.“

Im Auftaktmatch lief Jaan Büning noch im rechten Mittelfeld auf, im zweiten Spiel beim RC Borken-Hoxfeld dann auf seiner angestammten Position als Rechtsverteidiger. Die spielte er auch schon als Junior – unter anderem in der Kreisauswahl.

Für die Eper Mannschaft lief es beim 2:2 in Hoxfeld allerdings nicht ganz so flüssig wie noch gegen Stadtlohn. Das 2:2 fühlte sich eher an wie zwei verlorene Punkte. Doch dieses Spiel haben die Blau-Weißen jetzt erst mal gedanklich beiseitegeschoben. Schließlich ist Derby-Woche und darauf liegt der volle Fokus.

„Man merkt das schon im Training, dass die Stimmung ein bisschen angespannter ist als vor anderen Spielen“, sagt Jaan Büning. Die Vorfreude steige mit jedem Tag. Und für ihn persönlich ist die Begegnung noch einen Tick besonderer als für die meisten seiner neuen Mitspieler. Dabei traf Büning bereits Anfang August im Finale der Stadtmeisterschaft auf den Ex-Klub – und stand mit dem FC nach dem 3:1-Erfolg auf der Siegerseite.

Jaan Büning erwartet komplett offenes Spiel

Ein Punktspiel sei nun doch noch mal etwas Anderes. Jaan Büning erwartet ein komplett offenes Spiel, sieht beide Teams auf Augenhöhe. Beim Gegner müsse sein Team besonders auf die Außenbahnspieler aufpassen. „Zum Beispiel Umut Berke, aber auch andere Jungs, die spielerisch stark sind.“ Allerdings verfüge der FC über genauso starke Waffen.

Und warum gewinnt Blau-Weiß das Derby in den Bülten? „Grundsätzlich kann es in beide Richtungen gehen. Ich glaube, dass wir ein bisschen mehr Qualität haben, den Ball von hinten nach vorne laufen zu lassen. Außerdem haben wir am Sonntag den Heimvorteil. Ich gehe davon aus, dass die Fans noch die letzten Prozente aus uns rausholen werden.“

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Sportredaktion Ahaus

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