Trial

Jannis Oing verpasst das DM-Treppchen, ergattert aber das WM-Ticket

Ein enges Rennen um die Podiumsplätze lieferten sich die Konkurrenten bei den Deutschen Meisterschaft in Berlin. Mittendrin Jannis Oing vom Trial-Motorsportclub Stadtlohn.
Jannis Oing beim Finale der Deutschen Meisterschaft © Kevin Haas

Wie bereits vor zwei Jahren fand auch in diesem Jahr das Finale zur Deutschen Trial- Meisterschaft im Rahmen der „Finals Berlin/Rhein-Ruhr 2021“ im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin statt.

In der Klasse Elite 26“ sicherte sich erstmals Junioren-Weltmeister Oliver Widmann vom BMX-Club Württemberg den Titel. Dahinter lieferten sich drei Sportler einen spannenden Wettkampf um die verbliebenen Podiumsplätze. Unter anderem mit Jannis Oing vom TMSC Stadtlohn.

Mit jeweils 50 von 60 möglichen Punkten (pro geschafftes Hindernis bekommt der Sportler 10 Punkte) in den ersten beiden Sektionen startete er gut in den Wettkampf. In der dritten Sektion fehlte ihm ein wenig die Konzentration. Der Titelverteidiger benötigte für zwei Hindernisse mehrere Anläufe, sodass ihm am Ende die Zeit ausging, und er sich mit 30 Punkten zufriedengeben musste.

Mit dem Hinterrad abgerutscht

Danach lief es für Oing dann wieder besser. In der vierten Sektion schaffte er sogar das letzte Hindernis, rutschte dann allerdings mit dem Hinterrad von einem Balken ab, sodass er das Gleichgewicht verlor und für dieses Hindernis dann doch keine Punkte bekam. Bis zu diesem Zeitpunkt stand Oing noch auf Platz zwei punktgleich mit Raphael Zehentner (MTG Kiefersfelden) und Andreas Strasser (RKV Dachau).

In der vorletzten Sektion zeigte der Stadtlohner schließlich doch Nerven und ließ 20 normalerweise sichere Punkte liegen. Diesen Patzer konnte er dann auch mit einer starken letzten Sektion nicht mehr ausbügeln, sodass er mit nur zehn Punkten Rückstand auf den Zweitplatzierten hauchdünn einen Podiumsplatz verpasste, worüber sich der Zweite vom Halbfinale sichtlich ärgerte: „Sehr ärgerlich – mit einem geschafften Hindernis mehr wäre ich direkt mal Zweiter gewesen.“

Trotzdem freute er sich, den Zuschauern im Livestream und Fernsehen solch einen spannenden Wettkampf geboten zu haben – „Da muss nun mal auch einer die Holzmedaille mitnehmen, und das war dann dieses Mal wohl ich.“

Ein Ticket für die Weltmeisterschaft, die Anfang September in Spanien stattfindet, sicherte er sich dennoch.

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