Schießen

Lina Schultewolter behält die Nerven und gewinnt die Goldmedaille

Ein Turnier-Finale nach Maß erwischte die 15-Jährige von den Vereinigten Sportschützen Epe. In Wiesbaden gewann sie den Wettbewerb „Meisterschützen 2021“ des Deutschen Schützen Bundes.
Lina Schultewolter gewann bei den "Meisterschützen 2021" Gold. © privat

Während in Tokio das olympische Finale im Kleinkaliber Drei-Stellungskampf der Damen lief, kämpfte parallel die 15-jährige Eperanerin in Wiesbaden um die Goldmedaille – und sie siegte.

Auf der Schießanlage des Bundesleistungs-Stützpunktes des Deutschen Schützenbundes wurde die Endrunde eines deutschlandweit ausgeschriebenen Turniers in mehreren Altersklassen, unter anderem in der Disziplin Luftgewehr, ausgetragen, wo der DSB den „Meisterschützen 2021“ suchte.

Strenge Hygiene-Auflagen

„Ich freue mich sehr für Lina, die auch an den ganz heißen Tagen in kompletter Ausrüstung für diesen Erfolg hart trainiert hat“, betonte VSS-Trainer Jochen Perrefort, der unter der begrenzten Anzahl an Zuschauern live vor Ort mitfieberte.

Unter strengen Hygiene-Auflagen und Abstandsregelungen konnte nach langer Corona-Durststrecke wieder mal ein interessanter Wettkampf mit mehreren Teilnehmern und Zuschauern unter einem Dach durchgeführt werden. Ein Hauch von Olympia war auch mit dabei, da die Wettkämpfe auf sportdeutschland.tv live für die anderen daheimgebliebenen Fans übertragen wurden.

Ein harter Weg

Bis zu diesem Finale war es ein harter Weg für alle Teilnehmer, denn die Qualifikation erfolgte über eine dreimonatige Ausscheidung, corona-bedingt bestehend aus Fernwettkämpfen, die jeweils ortsnah vom jeweiligen Schützen unter Aufsicht geschossen werden mussten. Die jeweils vier besten Athleten aus allen teilnehmenden Altersklassen trafen nun in Wiesbaden in einem speziellen Endrundenmodus aufeinander.

Allein in der Jugendklasse nahmen bundesweit rund 100 Schützinnen und Schützen teil. Lina Schultewolter qualifizierte sich als Dritte für das Finale. Anstelle der sonst üblichen Ringzahlen ging es in Wiesbaden darum, dass lediglich eine „10“ als Treffer gewertet wurde und für Einzelpunkte sorgte. Bei 20 Schüssen waren somit maximal 20 Punkte zu erzielen.

Wahnsinn auf hohem Niveau

Im Halbfinale traf Schultewolter auf Finnja Rentmeister aus dem Rheinland, die sie mit 14:10-Punkten in die Schranken verwies. Im Finale um Gold gegen Annabelle Lotter aus Baden-Württemberg war die Spannung kaum zu überbieten. Beide Nachwuchs-Schützinnen schenkten sich bis zur letzten Serie nichts, sodass Schultewolter erst spät mit 18:17-Einzelpunkten die Nase vorn behielt und sich Gold sicherte. „Das war einfach Wahnsinn auf hohem Niveau“, gab es Lob von den anderen Sportlern und auf der dazugehörigen Fanseite für den Top-Auftritt der Finalistinnen.

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