Diese Blicke sagen alles über die Gemütslage in den Reihen der SpVgg Vreden am Sonntag. Die Betreuer, verletzten und ausgewechselten Spieler konnten ihrem Team im bitteren Heimspiel gegen den SC Paderborn II nicht helfen. © Sascha Keirat
Fußball-Oberliga

Mit Video: Schwarzer Tag für die Spielvereinigung

Gegen den SC Paderborn II kassierten die Vredener die höchste Niederlage in ihrer Oberliga-Zeit. Und daran gab es bei klaren Kräfteverhältnissen auf dem Rasen auch nichts zu deuteln.

Jungs, ihr müsst jetzt Charakter zeigen“, rief Trainer Engin Yavuzaslan seinen Spielern in der 70. Spielminute zu. Die Vredener hatten gerade den vierten Gegentreffer im Heimspiel gegen den SC Paderborn II kassiert. Am Ende stand ein 0:5 und damit die höchste Pflichtspiel-Niederlage unter Yavuzaslan – und überhaupt seit sehr langer Zeit.

Dass seine Elf trotz der Pleite tatsächlich Charakter gezeigt hatte, das bescheinigte der Trainer ihr nach dem Schlusspfiff: „Ich kann heute keinem einen Vorwurf machen, die Jungs haben alles gegeben, aber das hat heute nicht gereicht. Wir gehen zurzeit komplett auf dem Zahnfleisch, auch das Pokalspiel von Donnerstag steckte noch in den Knochen. Trotzdem möchte ich mich bei den Zuschauern für dieses Ergebnis entschuldigen“, so Yavuzaslan.

Video

SpVgg Vreden gegen SC Paderborn II

In der Anfangsphase boten die Blau-Gelben dem Tabellenzweiten noch halbwegs Paroli. Doch mit fortschreitender Spieldauer kippte die Waage klar zugunsten der Paderborner, die einfach frischer, griffiger und torgefährlicher agierten.

Das erste Gegentor musste Torwart Ricardo Ottink, vor dem Spiel noch für sein 100. Pflichtspiel im SpVgg-Trikot geehrt, in der 17. Minute schlucken. Zunächst parierte der Schlussmann noch gegen Marvin Cuni, den Abpraller verwertete dieser dann aber zum 0:1.

Diesen Spielstand hielten die Vredener zwar bis zur Pause, doch in Durchgang eins hatten sie keinen einzigen Versuch auf das Gästetor gebracht, dem SCP bot sich dagegen noch eine Handvoll Gelegenheiten.

Zwei Foulelfmeter

Der zweite Durchgang begann für die SpVgg mit einem seltenen Vorstoß in den Strafraum, doch Nicolas Ostenkötter fand im Zentrum keinen Abnehmer. Auf der anderen Seite erhöhten dann wenig später die Gäste nach Foul von Niklas Niehuis durch den Elfmeter von Luis Ortmann auf 0:2 (52.). Die beste Vredener Chance bot sich vier Minuten später Leon Kondring, der aber im letzten Moment ausgebremst wurde.

Die Vorentscheidung brachte dann das 0:3 durch Ortmann, der diesmal nach einem Gegenangriff frei vor Ottink auftauchte und ins Eck traf. Ein Kopfball durch Jesse Tugbenyo nach Eckstoß zum 0:4 (69.) und ein weiterer Foulelfmeter, diesmal nach Foul von Bernd Verwohlt (86.), besiegelten den schwarzen Tag der Spielvereinigung, die mit dem 0:5 auf den vorletzten Rang abgerutscht ist.

SpVgg Vreden – SC Paderborn II 0:5
SpVgg: Ottink – Niehuis, Heisterkamp (81. Resing), Verwohlt, Mensing – Wüpping (57. Hamm), Hakvoort (71. Kraushaar) – Arslan (67. Hoffmann), Kondring, Ostenkötter – Hinkelmann
Tore: 0:1 Cuni (17.); 0:2 Ortmann (53., FE); 0:3 Ortmann (65.); 0:4 Tugbenyo (69.); 0:5 Kalac (86., FE)
Zuschauer: 280

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Sportredaktion Ahaus

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